Ein neues Präventionsgesetz soll unter anderem den Kampf gegen Masern einleiten. Union und SPD arbeiten aktiv daran den Impfschutz in Deutschland zu verbessern. Medienberichten zufolge hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bereits mehrere Änderungsanträge entgegengenommen. Am Donnerstag kommt es schließlich zur zweiten und dritten Lesung des Gesetzentwurfs. Einen Tag zuvor soll der Gesundheitsausschuss des Bundestages über die Änderungen befinden.


Spritze mit zwei Tropfen
Foto: Syringe With 2 Drops, ZaldyImg, Flickr, CC BY-SA 2.0

Kampf gegen Masern

Kommt es in Zukunft in Kitas und Schulen zum Ausbruch von Masern, können Kinder nach dem neuen Gesetzentwurf von diesen Einrichtungen und anderen Gemeinschaftsunterkünften ausgeschlossen werden. Darüber hinaus sollen Eltern auch ein Bußgeld riskieren, wenn vor der Erstaufnahme der Kinder in einer der genannten Einrichtungen keine ärztliche Beratung über den Impfschutz schriftlich nachgewiesen werden kann. Auch Arbeitnehmer geraten nach dem neuen Präventionsgesetz vermehrt in das Visier von Kontrolleuren. So sollen Arbeitgeber in Zukunft auch die Möglichkeit erhalten den Impfstatus der Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen abfragen zu können. Fehlt es an dem Impfschutz, kann der Mitarbeiter von bestimmten Einsatz-Bereichen ausgeschlossen werden.

Das neue Präventionsgesetzt ist eine Reaktion auf die vergangene Masernwelle, die vor allem in Berlin für tausende Erkrankte sorgte. Ein Kind überlebte die Infektion nicht und starb an den Folgen. Der Druck auf die Politik wuchs und die Rufe nach einer allgemeinen Impfpflicht wurden laut. Impfgegner erhitzten die Debatte weiter.


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