Home » Umwelt » New York Central Park: Pferdekutschen werden mit Mikrochips und GPS-Sendern ausgestattet

New York Central Park: Pferdekutschen werden mit Mikrochips und GPS-Sendern ausgestattet

Die Pferdekutschen im New Yorker Central Park sind eine traditionsreiche Touristenattraktion. Sie ziehen aber auch immer wieder den Ärger von Tierschützern auf sich. Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio hatte einst versprochen, das Problem bereits an seinem ersten Tag im Amt zu lösen. Mehr als 700 Tage später hat er nun einen ersten Lösungsvorschlag präsentiert. Dabei setzt er auf den Einsatz moderner Technik. So sollen die Pferde mit einem Mikrochip ausgestattet werden, um zu verhindern, dass kranke und verletzte Tiere bei Kontrollen durch Doppelgänger ersetzt werden. Dieser Vorwurf wurde von Tierschützern immer wieder erhoben, konnte bisher aber nicht überprüft werden.

By Ingfbruno (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

By Ingfbruno (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Der illegale Austausch von Mikrochips ist so gut wie ausgeschlossen

De Blasios Plänen zufolge sollen die offiziell zugelassenen Kutschenpferde daher zukünftig zweifelsfrei identifiziert werden können. Dazu wird ihnen mit einer Spritze ein kleiner Mikrochip unter die Haut gepflanzt, der einen bestimmten Code enthält und mit Hilfe eines Scanners ausgelesen werden kann. Die Prozedur ist für die Pferde vergleichsweise harmlos und beispielsweise mit einer Impfung zu vergleichen. Die Entfernung eines solchen Chips ist allerdings ungleich aufwendiger und bedarf einer Operation unter Narkose. Vor jeder Tierarztkontrolle soll daher zukünftig zunächst die Identität des Pferdes festgestellt werden. Bei den bisherigen Untersuchungen waren die Tierärzte jeweils positiv überrascht vom Zustand der Pferde – woraufhin der Doppelgänger-Vorwurf aufkam.

GPS-Sender sollen die Fahrtrouten der Kutschen protokollieren

Die Kutschen selbst sollen zudem mit einem GPS-Sender ausgestattet werden. Mit dessen Hilfe können die einzelnen Fahrten protokolliert werden. Dem Vorschlag zufolge sollen die Kutschfahrten nämlich nur noch in einem festgelegten Bereich Manhattans erlaubt sein. Der GPS-Sender kann dann unter anderem hilfreich sein, um zu kontrollieren, ob die Kutschen die ihnen erlaubten Fahrstrecken verlassen haben. Im Prinzip funktioniert der Sender also wie eine elektronische Fußfessel für Kutschen. Die Pläne, die Kutschfahrten vollständig zu verbieten, scheinen damit zunächst vom Tisch zu sein – die Zahl der zugelassenen Kutschen soll langfristig aber auf 75 limitiert werden.

Via: New York Times

Jetzt einen Kommentar zum Thema schreiben

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht! Pflichtfelder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>