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New Yorks alte Telefonzellen werden zu Wlan-Hotspots

Ein dichtes Netz an Telefonzellen galt früher als ein Qualitätsmerkmal für eine Stadt. Inzwischen allerdings trägt fast jeder sein eigenes Telefon in der Hosentasche. Die Umsätze der Telefonzellen sind daher massiv eingebrochen und spielen oftmals nicht einmal die Wartungskosten wieder ein. Die Unternehmen suchen daher nach neuen Möglichkeiten die Stellflächen zu vermarkten. Eine interessante Idee befindet sich dabei momentan in New York in der Testphase. Ähnlich wie in Berlin möchte man dort ein flächendeckendes Netz an öffentlichem Wlan aufbauen. Genutzt werden sollen dazu die oftmals an zentralen Orten gelegenen alten Telefonzellen. Ein erster solcher Hotspot wurde bereits eingerichtet und wird momentan auf Herz und Nieren geprüft.

Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabyte pro Sekunde

Letztlich soll daraus dann ein Netz von mehr als 10.000 Zugriffspunkten entstehen. Rund zweidrittel davon sind bereits zum Start des Projekts Anfang nächsten Jahres eingeplant. Jeder Hotspot deckt dabei einen Umkreis von rund 150 Fuß ab und liefert Surfgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabyte pro Sekunde. Viele New Yorker dürften damit bald unterwegs eine schnellere Internetverbindung besitzen als zu Hause. Die einzelnen Hotspots sind dabei in rund zweieinhalb Meter hohe Häuschen integriert. Auf diesen wiederum wird Werbung zu sehen sein, mit deren Hilfe der Service finanziert werden soll. Die Betreiber rechnen damit, auf diese Weise die Einnahmen in etwa zu verdoppeln.

London stattet Telefonzellen mit Solarmodulen

Eine weitere Initiative möchte zudem die Mülleimer der Stadt nutzen, um ein flächendeckendes Wlan-Netz zu errichten. Dabei sollen vor allem ärmere Stadtviertel versorgt werden. In London wiederum wird eine andere Alternativnutzung der Telefonzellenhäuschen erprobt. Dort wurden sechs alte Telefonzellen mit Solarmodulen bestückt. Der dabei gewonnene Strom kann dann genutzt werden, um beispielsweise sein Smartphone zu laden. Der Strom könnte aber auch vermarktet werden. Dies würde dann einen Beitrag zur Deckung der Betriebskosten leisten. Die Initiatoren hoffen, so die meisten der aktuell noch 8000 Telefonzellen erhalten zu können.

Via: Treehugger

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