Insbesondere im Sommer waren auf den Straßen in Berlin oft die Fahrräder von Call-a-Bike zu sehen. Dieses Angebot wurde von der Deutschen Bahn organisiert. Inzwischen musste der Konzern die dazugehörigen Stationen allerdings wieder abbauen. Denn in einer öffentlichen Ausschreibung erhielt der Konkurrent Nextbike den Zuschlag. Das neue – mit öffentlichen Geldern geförderte – Fahrradverleihsystem wird ab morgen den Betrieb aufnehmen. Zu Beginn stehen rund 2.000 Fahrräder an verschiedenen Stationen zur Verfügung – die meisten davon innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings. Zukünftig soll das System dann bis auf 5.000 Fahrräder an 700 Stationen ausgebaut werden. Dies wäre dann das größte Fahrradverleihsystem in ganz Deutschland. Die Fahrräder müssen allerdings stets an einer der Stationen zurückgegeben werden und können nicht einfach am Straßenrand abgestellt werden.


Foto: Nextbike

Das Fahrrad kann die öffentlichen Verkehrsmittel ergänzen

Dafür soll die Nutzung vergleichsweise einfach sein. Kunden, die bereits die VBB Card der Verkehrsbetriebe besitzen, können diese ohne weitere Registrierung nutzen. Der Code für das Schloss wird entweder per SMS oder über die dazugehörige App verschickt. Die Kosten für eine dreißig minütige Fahrt werden bei 1,50 Euro liegen. Gegen eine monatliche Grundgebühr ist es aber auch möglich einen Tarif zu erhalten, in dem die erste halbe Stunde kostenlos ist. Die weitere Preisgestaltung wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Ziel des öffentlich geförderten Leihsystems ist es aber, mehr Leute zur Nutzung des Fahrrads zu bewegen. Dies ist nicht nur gesund, sondern entlastet auch den Straßenverkehr und ergänzt die öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Bahn verleiht seit März das Lidl Bike

Die Bahn allerdings hat sich nicht einfach kampflos aus dem Markt zurückgezogen, sondern gemeinsam mit dem Sponsor Lidl ein Konkurrenzsystem entwickelt – das sogenannte Lidl Bike. Seit März sind dafür rund 3.500 Verleihräder in Berlin im Einsatz. Die Kosten betragen aktuell 1 Euro pro halbe Stunde. Je nach gebuchtem Tarif können die Fahrräder zudem an jeder Straßenecke abgestellt werden. Für bisherige Kunden von Call-a-Bike ist die Nutzung des Lidl Bike ohne erneute Anmeldung möglich. Es wird spannend zu beobachten sein, welches der beiden Systeme bei den Berlinern besser ankommen wird.


Via: Stadt Berlin

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