Ein steigender Meeresspiegel ist untrennbar mit der globalen Erwärmung verbunden. Das werden vor allem Länder zu spüren bekommen, die zu großen Teilen auf Höhe des Meeresspiegels oder sogar darunter liegen. Dazu gehören auch die Niederlande. Dort entwickeln Ingenieure gerade eine modulare schwimmende Insel, die unter anderem als Maßnahme gegen den steigenden Meeresspiegel fungieren soll.


Schwimmende Insel für Siedlungen und Energieprojekte

Entwickelt wurde die schwimmende Insel von Ingenieuren des Maritime Research Institute Netherlands (MARIN). Sie wird von 87 dreieckigen Teilstücken gebildet, die aus Holz und dem Thermoplast Polystyrol bestehen. Die einzelnen Teilstücke werden am Meeresboden verankert. Das Konzept wurde von den Forschern in einem Wassertank erprobt, komplett mit der Simulation von Wind und Wellen.


Die schwimmende Insel soll später einen Durchmesser von etwa 5 km haben, was genug für eine kleine Siedlung, Farmen, Parks und Erholungsgebiete ist. Das Konzept ist auch gut als Basis für nachhaltige Energieprojekte geeignet, bei denen die Nähe zum Wasser eine Rolle spielt – also etwa Windfarmen, Wellenenergie-Anlagen oder schwimmende Solarfarmen.

Niederlande müssen irgendwann aufs Meer expandieren

„In a time of rising sea levels, overpopulated cities, and an increasing number of activities at sea, raising dikes and spraying of sand may not be the most effective solution. Floating ports and cities are an innovative alternative that fits the Dutch maritime tradition“, äußert sich Projektmanager und Designer Olaf Waals zu dem Konzept.

Auch wenn es bei der Entwicklung schwimmender Inseln naturgemäß einige Schwierigkeiten zu überwinden gilt, sagte Waals gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er sei zuversichtlich, dass das Projekt in den nächsten 10 bis 20 Jahren sowohl umsetzbar als auch notwendig sei. Seiner Ansicht nach müssen die Niederlande aufgrund des steigenden Meeresspiegels und den damit verbundenen Platzproblemen früher oder später zur Erweiterung auf das Meer ausweichen.

Weitere Tests sollen dazu dienen, das Inselprojekt hinsichtlich seiner Fähigkeit zu testen, langfristig den Witterungen und Strömungsbewegungen auf dem Wasser zu widerstehen.

via Phys.org

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