Die Umwelt- und Klimabilanz einer Fahrt mit dem Elektroauto hängt nicht zuletzt von der genutzten Art der Stromerzeugung ab. Wurde der Strom beispielsweise aus Kohle gewonnen, ist der Gewinn für die Umwelt eher gering. Anders ist dies, wenn Erneuerbare Energien genutzt werden können. In diesem Fall ist die Fahrt selbst dann sogar komplett emissionsfrei. Die niederländische Firma Fastned hat daher nun spezielle Ladestationen entwickelt, die vor Ort Solarenergie produzieren und diese dann an die Elektrofahrzeuge weitergeben. Bisher wurden dabei bereits fünfzig solcher Anlagen errichtet. Zeitnah soll die Anzahl zudem auf über zweihundert erhöht werden. Aktuell können dabei immer zwei Elektroautos gleichzeitig die Ladestation nutzen.


Video screen capture Fully Charged show via treehugger
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Auch nachhaltige Windenergie kommt zum Einsatz

Theoretisch lassen sich die Anlagen aber auch noch ausbauen und mit bis zu sechs parallelen Lademöglichkeiten versehen. Für die Solarpanels alleine wäre dies aber natürlich zu viel. Diese produzieren an einem normalen Tag in etwa ausreichend Strom, um damit drei Elektroautos vollständig aufzuladen. Auch die danach kommenden Fahrzeuge müssen aber nicht auf saubere Enerhie verzichten: Fastned kooperiert mit einem Anbieter von Windenergie, der dann den benötigten Strom zur Verfügung stellt. Die Kunden können dabei entscheiden, ob sie eine monatliche Grundgebühr bezahlen möchten – und dann günstigere Preise pro Kilowattstunde erhalten. Fahrer von Elektrofahrzeugen, die nur unregelmäßig kommen, müssen dementsprechend dann jeweils ein wenig mehr zahlen.

Der Ladevorgang soll etwa eine Viertelstunde dauern

Langfristig sollen die Ladestationen mit Solardach dann im Stile heutiger Tankstellen ausgebaut werden – also auch einen Shop und ein Cafe erhalten. Auf diese Weise soll den Kunden ein zusätzlicher Mehrwert geboten werden. Zudem können die Fahrer dort ihre Zeit verbringen, bis der Ladevorgang vollständig abgeschlossen ist. Dies soll im Normalfall rund fünfzehn Minuten dauern. Fastned hatte dabei bereits vor einiger Zeit Unternehmensanteile zum Stückpreis von zehn Euro angeboten. Der Clou dabei: Wer mindestens 25.000 Euro investierte, erhielt ein lebenslanges Laderecht. Das dabei eingesammelte Geld wird nun für den Ausbau des Netzes an Ladestationen genutzt.


Via: Treehugger

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