Das Österreichische Start-Up Noki möchte in Zukunft das Smartphone zum Wohnungsschlüssel machen. Der Nutzer soll fortan nie mehr vor verschlossenen Türen stehen. Als einer der Ersten möchte Noki Geld auf dem deutschen Ableger der bekannten Crowdfunding-Plattform Kickstarter einsammeln. Das Projekt geht noch heute an den Start.


Noki

Noki: Das intelligente Türschloss aus der Zukunft

Wir kennen alles das Problem, wenn man mal wieder mit vollen Händen vor der Haustür steht und die Tür öffnen möchte. Warum nicht ein intelligentes Türschloss verbauen, welches erkennt wenn wir uns in der Nähe befinden und die Tür automatisch öffnet? Bei modernen Autos geht das Ganze doch auch schon und wird unter dem Synonym Keyless Drive verbucht. Das österreichische Start-up Noki möchte mit dem gleichnamigen Smartphone-Schlüssel an dieser Technologie anknüpfen. So soll die Haustür in Zukunft nach dem Verlassen der Wohnung automatisch Schließen und und sich verriegeln. Geht man im Umkehrschluss auf die Haustüre zu, entsperrt und öffnet diese automatisch.


Noki startet bei Kickstarter

Noki möchte Kickstarter vorrangig nutzen um wichtiges Feedback der potentiellen Kunden und Fans zu erhalten. Auf das Geld kommt es dem Start-up nicht in erster Linie an. Parallel zu der Kampagne hat Noki auch eine Infoseite zu dem neuen Türschloss geschaltet. Wer Interesse an weiteren Informationen zu Noki hat und auch Freunde darüber informieren möchte und sich zusätzlich auch Early-Bird-Specials sichern möchte, der braucht lediglich seine Mail im dafür vorgesehenen weißen Fenster über „Anmelden“ eingeben. Noki möchte im Rahmen der soeben gestarteten Kickstarter-Kampagne in 45 Tagen 125.000 Euro einsammeln.

Hinter Noki steckt Österreichs erfolgreichstes soziales Netzwerk nach Facebook, welches auf den Namen SMS.at hört und von Martin Pansy aufgebaut wurde. Mit 17 programmierte Pansy zusammen mit seinem Bruder die Seite, die 1999 online ging. Zwischenzeitlich verkaufte der Unternehmer die Firma und kaufte diese schließlich 2009 wieder zurück. Mit der Gründung des Inkubators „Up to eleven Digital Solutions“ wurde eine Anlaufstelle für Start-ups geschaffen, die Rat und Geld benötigen. Aktuell beschäftigen sich neun Mitarbeiter des Inkubators mit Noki, welches als Abkürzung und Verballhornung des englischen no key steht. Während das Hardware-Design an die Wiener Designfirma EOS ausgelagert wurde, konzentrieren sich die Experten der Up to eleven Digital Solutions hauptsächlich auf die Software, die den Experten zufolge auch als Schlüsseltechnologie fungiert.

Noki im Youtube Clip

Sicherheit und Funktionalität ist wichtig

Neben dem Look ist Pansy vor allem die im Produkt schlummernde Software wichtig „Die Differenzierung kommt über die Software“, so der Gründer-Experte. „Wenn du vor der Tür stehst und wartest, dauert jede Sekunde eine Ewigkeit“, ergänzt Pansy. Es geht ihm bei seinem Produkt Noki einfach um Schnelligkeit und auch Komfort. Eine wesentliche Rolle spielen schließlich auch die Algorithmen, die das Annähern und Verlassen koordinieren. Wichtig ist dabei, dass die Software nicht nur so arbeitet, dass die Tür öffnet, nur weil sich das Smartphone in der Nähe befindet oder an der Tür mit dem Handy in der Tasche vorbei geht.

Noki

Wichtig ist dem Start-up, dass der neue Türöffner einfach nachgerüstet werden kann. Das Ganze soll in wenigen Minuten und ohne große Fachkenntnisse erledigt werden. Es wird zudem auch keine Veränderung an der Tür stattfinden. Das allerwichtigste ist dabei auch, dass der Schlüssel erhalten bleibt. Im Kern ist Noki ein per Funkt steuerbarer Motor, der von Innen an das Schloss geklemmt wird. Darin befindet sich auch der Schlüssel, der per Drehung die Tür öffnet oder schließt. Per Smartphone wird über Bluetooth kommuniziert, während der Motor mit Batterien funktioniert.

Bisher existieren nur Prototypen

Bisher ist geplant, Noki in zwei Varianten auf den Markt zu bringen. Einmal handelt es sich darum um einen per Funkt steuerbaren „Schlüsseldreher“ für 149 Euro und zum anderen ist noch ein Gerät beigepackt, dass an den heimischen Internetrouter angeschlossen werden kann um somit auch die Haustür fernsteuern zu können. Das zweite Paket soll mit 229 Euro zu Buche schlagen. Für die Sicherheit sorgt laut Noki eine ziemlich starke Verschlüsselung. Bisher kann Noki lediglich auf Prototypen aus dem 3D-Drucker zurück greifen. Die fertigen Produkte möchte Noki in China herstellen lassen. Im vierten Quartal 2015 sollen die ersten Vorbesteller und Unterstützer auf Kickstarter ihre neuen Türschlösser erhalten. Mit Spannung wird der Launch bei Kickstarter erwartet.

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1 Kommentar

  1. tinu

    18. Mai 2015 at 21:33

    einmal mit dem hammer dranhauen und schon hat man den wohnungsschlüssel… einfacher und unauffälliger einbrechen geht wohl nicht mehr.

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