Immer mehr Konzerne werden beim Ausbau der Ladestationen für Elektroautos aktiv. Tesla baut ohnehin bereits seit einigen Jahren an einem eigenen Netz, die deutschen Autobauer wollen demnächst nachziehen und der Ölkonzern Shell investiert ebenfalls erhebliche Summen in diesem Bereich. Nun kommen zwei weitere Marktteilnehmer hinzu: Der deutsche Energiekonzern E.ON und der dänische Energiedienstleister CLEVER haben angekündigt, 180 Schnellladestationen in sieben Ländern zu errichten.


Diese werden jeweils in einem Abstand zwischen 120 und 180 Kilometern aufgestellt und eine durchgehende Reise von Norwegen bis Italien ermöglichen. Eine gewisse Wartezeit muss zwischendurch allerdings schon noch eingeplant werden: Der Ladevorgang für weitere 400 Kilometer nimmt knapp eine halbe Stunde in Anspruch.

Sieben europäische Länder dürfen sich über zusätzliche Ladestationen freuen. Bild: Clever

Die ersten Stationen werden in Deutschland und Dänemark eröffnet

Aufgebaut werden die entsprechenden Ladestationen in Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien. Pro Station soll es jeweils zwischen zwei und sechs einzelne Ladepunkte geben. Dies ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass jede normale Tankstelle mehr Zapfsäulen hat – und der Tankvorgang deutlich schneller beendet ist. Begonnen wird mit dem Aufbau des Netzes zunächst in Deutschland und Dänemark, anschließend folgen die weiteren Länder. Insbesondere in Norwegen dürften die zusätzlichen Ladestationen sehr gerne gesehen werden: In keinem anderen europäischen Land ist der Anteil an Elektroautos auf den Straßen so hoch. Die Gründe dafür sind vielfältig und lassen sich nicht immer auf andere Länder übertragen.

Die Europäische Union stellt zehn Millionen Euro zur Verfügung

Der Nord-Süd-Korridor für Elektroautos ist aber nur ein kleines Puzzleteil in einem größeren Projekt. Denn die Europäische Union möchte im Rahmen des „Connecting Europe Facility Programm“ die Verkehrsverbindungen zwischen den europäischen Ländern verbessern. Der Ausbau des Nord-Süd-Korridors für Elektroautos wurde daher ausgeschrieben und mit einem Zuschuss in Höhe von zehn Millionen Euro versehen. Den Zuschlag erhielt schließlich die Partnerschaft zwischen E.ON und CLEVER. Die beiden Partner haben zudem noch deutlich mehr vor: Insgesamt wollen sie in ganz Europa 400 Ladestationen errichten. Diese werden zunächst eine Ladeleistung von 150 kW besitzen – können aber auch auf 350 kW nachgerüstet werden.


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