Norman Foster gehört zu den bekanntesten Architekten der Welt. In Deutschland entwarf er beispielsweise den Commerzbak-Tower in Frankfurt und die gläserne Kuppel über dem Reichstag in Berlin. Nun aber hat Foster sich einem neuen Projekt in Ruanda zugewandt. Dabei möchte er in dem afrikanischen Land ein Netz von Drohnenflughäfen – so genannten Droneports – installieren. Diese werden dann von einer Red Line und einer Blue Line regelmäßig angeflogen. Die Red Line ist dabei reserviert für gemeinnützige Transporte – beispielsweise Medikamente oder Blutspenden. Die Blue Line hingegen dient kommerziellen Transporten und soll im besten Fall so viel Geld verdienen, dass damit auch der Betrieb der Red Line finanziert werden kann.


Entwurf von Foster + Partners zur Innengestaltung eines Droneports
So könnte ein Droneport von innen aussehen. Via: Treehugger © Foster + Partners

Droneports sollen zu einem lokalen Handelszentrum werden

Foster sieht dabei eine große Zukunft für den Transport per Drohne. Allerdings nicht zwingend in Ländern wie den Vereinigten Staaten, die ohnehin bereits über eine gute Transportinfrastruktur verfügen. Vielmehr sieht er besonderen Nutzen in Ländern mit schwach ausgebauten Straßennetzen und vielen natürlichen Barrieren wie Gebirgsketten oder Flüßen. Die Droneports dienen in seinem Konzept dann nicht nur als Be- und Entladestation, sondern sollen, ähnlich wie bei Flughäfen, auch ein lokales Wirtschaftszentrum werden. So ist in seinen Entwürfen auch Platz für eine Klinik, eine Fertigungshalle und einen lokalen Warenumschlagsplatz vorgesehen. Ultimatives Ziel ist es, das Gesundheitssystem in abgelegenen Regionen zu verbessern und gleichzeitig wirtschaftliche Aktivitäten zu befördern.

Der Bau erfolgt weitgehend durch lokale Arbeitskräfte

Auch der Bau der Droneports soll dabei, soweit möglich, in lokaler Hand erfolgen. So ist beispielsweise geplant lediglich eine Maschine zur Produktion von Ziegelsteinen zu liefern. Die benötigten Rohmaterialien und die Produktion der Ziegelsteine findet dann vor Ort statt. Nach diesem Muster werden sämtliche Konstruktionsschritte angegangen, so dass schon beim Bau des Droneports die lokale Wirtschaft angekurbelt wird. Einmal in Betrieb sollen die Drohnenflughäfen dann regelmäßig von den beiden Linien angeflogen werden. Die Blue Line nutzt dabei Drohnen mit einer Spannweite von sechs Metern, einer maximalen Flugdistanz von 100 Kilometern und einer Lastfähigkeit von 100 Kilogramm.


Via: Treehugger

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