Die Outdoor-Marke The North Face hat in Zusammenarbeit mit der Biotechnologie-Firma Spiber einen Parka aus synthetischer Spinnenseide entwickelt. Die Jacke namens “Moon Parker” ist für den Einsatz in kalten Gegenden konzipiert.


North Face
Foto: The North Face / Spiber

Spinnenseide: Das perfekte Material

Spinnenseide ist eine der reißfestesten und dehnbarsten Materialien in der Natur und damit ideal für den Einsatz in der Kleidungsindustrie. Allerdings ist es nur bedingt möglich, die Seide von Spinnen in industriellem Maßstab zu “ernten”. Als Alternative bietet sich synthetische Spinnenseide an, die von Mikroben hergestellt wird, die das Protein der Seide produzieren. Dieses Protein hört auf den Namen Fibroin.

Dem Unternehmen Spiber ist es gelungen, das Gen zu isolieren, das bei Spinnen für die Produktion von Fibroin verantwortlich ist. Dieses wurde dann in das Genom von mittels Bioengineering hergestellten Bakterien eingebaut, sodass diese Fibroin produzieren. Das Protein wird dann gesammelt und zu Spinnenseide verwoben.


The North Face Moon Parker
Foto: The North Face / Spiber

Parka aus Spinnenseide 2016 im Handel

Künstliche Spinnenseide könnte auch dabei helfen, unsere Abhängigkeit von Petroleum bei der Kleidungsproduktion zu verringern. In einem Statement von Spiber heißt es: “Most sports apparel is made from synthetic polymer materials (such as polyester, nylon, etc.) that require petroleum to produce, and production of these materials consumes massive amounts of energy and produces large amounts of greenhouse gases. With the threat of the world’s fossil fuels running dry, the responsibility of shifting from non-renewable to sustainable resources rests with today’s society.

Der “Moon Parker” soll im 2016 in den Handel gelangen.

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