Ein Großteil des Welthandels wird per Schiff abgewickelt. Die riesigen Containerschiffe sind zwar nicht besonders schnell, transportieren die Waren aber vergleichsweise günstig. Allerdings werden sie in aller Regel auch mit Diesel oder einem anderen fossilen Brennstoff angetrieben. Für das Klima bringt dies eine erhebliche Belastung mit sich. Während man im Straßenverkehr aber immer wieder von neuen Technologien hört – seien es selbstfahrende Autos, der Elektromotor oder die Brennstoffzelle – ist aus der Schifffahrt eher wenig aus dieser Richtung bekannt. In Norwegen wird allerdings bereits seit einiger Zeit versucht, sich auf diesem Gebiet eine Führungsrolle zu erarbeiten. So wurde eigens ein ganzer Fjord bereitgestellt, damit Unternehmen und wissenschaftliche Institutionen gemeinsam verschiedene Ansätze ausprobieren können.


Bild: Yara

Klimabelastung und Kosten sollen signifikant sinken

Bereits über die Experimentierphase hinaus ist ein Projekt der norwegischen Firma Yara in Zusammenarbeit mit dem auf maritime Technologien spezialisierten Unternehmen Kongsberg. Gemeinsam haben die beiden ein Schiff namens Yara Birkeland entwickelt, dass gleich zwei neue Ansätze mit sich bringt: Zum einen wird es durch einen Elektromotor angetrieben, was die Klimabelastung und die Kosten senken soll. Zum anderen soll das Schiff in der Lage sein, vollkommen autonom zu fahren. Langfristig könnte dies dazu führen, dass die Transporte effizienter durchgeführt werden können, weil mehr Laderaum zur Verfügung steht, da ja keine menschliche Besatzung mehr an Bord ist. Erstmals zum Einsatz kommen soll das elektrische Containerschiff bereits im nächsten Jahr.

Chemikalien und Dünger werden von der Fabrik in nahe gelegene Städte transportiert

Zunächst allerdings muss das Schiff noch von einer Mannschaft an Bord gesteuert werden. Autonome Fahrten sieht auch der norwegische Gesetzgeber noch nicht vor – was sich aber bis zum Jahr 2020 ändern soll. Genutzt wird das Elektro-Containerschiff um Chemikalien und Dünger von einer Fabrik des Yara-Konzerns in die Städte Brevik und Larvik zu transportieren. Bisher werden dafür jährlich 40.000 Lastwagenfahrten benötigt, die nicht unerhebliche Mengen an Klimaemissionen verursachen und auch zur Luftverschmutzung beitragen. Zukünftig soll das von einem Elektromotor angetriebene Schiff diese Aufgabe emissionsfrei übernehmen. Erweist sich dieser erste Einsatz als wirtschaftlich erfolgreich, dürften zudem zeitnah weitere autonome Containerschiffe mit Elektromotor gebaut werden.


Via: New Atlas

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3 Kommentare

  1. Prov94

    11. Mai 2017 at 15:20

    Zwar steht dort Elektromotor, aber auch ein Elektromotor brauch Energie, und diese kommt für gewöhnlich aus Akkus und da Frage ich mich, wo sollen die Akkus sein bzw. wieviel Energie wird benötigt um das praktikabel zu machen.

  2. Olaf

    12. Mai 2017 at 06:42

    Der Autor ist anscheinend nicht einmal in der Lage, den Namen des Schiffes richtig abzutippen:
    Im Text steht „Bikeland“, auf dem Foto ist dagegen ganz klar „Birkeland“ zu lesen.
    Journalistische Qualität zeigt sich auch in solchen Details, ist hier also nicht zu erwarten.
    Relevante kritische Fragen zu praktischen und rechtlichen Aspekten des autonomen Fahrens auf dem Wasser oder zur Aufladung der Batterien (Norwegen hat relativ viel Wind- und Wasserkraftwerke, aber auch Erdölvorkommen…) darf man auf dieser Seite wohl genauso vergessen, wie ein Korrekturlesen…

  3. Prov94

    12. Mai 2017 at 13:21

    @Olaf
    Da muss ich dir Recht geben, die Qualität ist niedrig, meist nur von den Quellen zusammengefasst und übersetzt. Bin nur noch hier, weil es keine bessere alternative gibt die so breit berichtet.
    Korrekturlesen sollte auch kein Problem sein.

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