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Norwegen investiert knapp eine Milliarde Dollar in Fahrradautobahnen

In Zeiten des Klimawandels rücken auch Transportmittel wie das gute alte Fahrrad wieder in den Fokus der Regierungen. So hat sich Norwegen das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 die Zahl der Fahrradfahrten seiner Einwohner um bis zu zwanzig Prozent zu erhöhen. Das ganze ist allerdings kein Selbstzweck, sondern Teil eines größeren Projekts. So sollen im gleichen Zeitraum die Klimaemissionen des norwegischen Verkehrs um die Hälfte sinken. Wer die Leute allerdings dazu bewegen möchte, mit dem Rad zu fahren, der muss auch eine entsprechende Infrastruktur bereitstellen. Die norwegische Regierung scheint dies verstanden zu haben und hat daher ein entsprechendes Investitionsprogramm aufgelegt.

E-Bikes könnten eine Lösung für die hügeligen Gebiete des Landes sein

So sollen knapp eine Milliarde Dollar investiert werden, um die zehn größten Städte des Landes mit zweispurigen Fahrradautobahnen auszustatten. Diese sollen dann nicht nur zu Fahrten innerhalb der Innenstädte genutzt werden können, sondern auch eine Verbindung zu den Vorstädten bieten und an überregionale Radwege angeschlossen sein. Bisher allerdings teilt die norwegische Bevölkerung die Begeisterung der Regierung für das Radfahren noch nicht wirklich – Norwegen ist das Land mit der niedrigsten Fahrradnutzung in Skandinavien. Abhilfe könnten hier allerdings E-Bikes schaffen, die nachweislich die Motivation erhöhen, das Rad zu nutzen. Gerade in den oftmals sehr hügeligen Städten Norwegens dürfte dies in besonderem Maße gelten.

Investitionen in die Infrastruktur sollen die Konjunktur ankurbeln

Norwegen gehört bis heute zu den größten Ölproduzenten der Welt, hat sich zuletzt aber vor allem in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz einen Namen gemacht. So investiert der norwegische Staatsfonds nicht mehr in fossile Energieträger. Das Land gehört zudem – mit mehr als 50.000 registrierten Fahrzeugen – zu den Vorreitern in Sachen Elektroautos. Die dazu benötigte Elektrizität wird dabei größtenteils bereits aus erneuerbaren Quellen gewonnen – etwa dem größten Onshore-Windpark der Welt. Trotz all dieser Maßnahmen ist das Land allerdings auch weiterhin vom Ölpreis abhängig. Der sinkende Weltmarktpreis hat  zu Einnahmeverlusten und einem Jobabbau geführt. Staatliche Investitionen in die Infrastruktur – wozu auch die geplanten Radwege gehören – sollen daher nun die Wirtschaft unterstützen.

Via: Grist.org

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