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Norwegen möchte in naher Zukunft keine Benzin- und Dieselautos mehr zulassen

In Norwegen fährt schon jetzt jeder Vierte mit einem Stromer. Elektroautos sind bei den Skandinaviern ziemlich beliebt und werden auch aufgrund lohnenswerter Steuererleichterungen immer erschwinglicher. Auch die Nutzung von Busspuren und kostenloses Parken ist mit dem Elektroauto drin. In neun Jahren soll noch ein Schritt weiter gegangen werden. Dann möchte das Land keine Benzin- und Dieselautos mehr zulassen. Als neu zugelassene oder Neufahrzeuge werden dann nur noch E-Autos durchgewunken.

Tesla Motors - Elektroautos

Tesla Motors – Elektroautos

Elektro- und Wasserstoffautos als konsequenter Schritt in eine grüne Zukunft

Norwegens Regierung hat jüngst den futuristischen Verkehrsplan in das Netz gestellt. Dieser sieht vor, dass 2025 keine Autos mehr mit Diesel- oder Benzinmotoren zugelassen werden dürfen. Mit diesem radikalen Plan möchte Norwegen die Emissionen aus dem Verkehrsbereich bis 2030 halbieren. Mit dem Ausbau der Ladestationen in den Häfen, sollen alsbald auch vermehrt Fähren und andere Schiffe mit Strom fahren. Norwegen möchte schon jetzt vermehrt die Nutzung von Wasserstoff- und Elektroautos fördern um die Umwelt nachhaltig zu schonen. Das skandinavische Land ist ziemlich gut geeignet um den radikalen Umschwung auf die Elektrotechnologie durchzuführen. Schließlich gehen Norwegen auch die fossilen Energiequellen zur Neige. So ist es für das Land ein Leichtes aufgrund der günstigen Wasserlage auch aus der Kraft des Wassers und der Positionierung schwimmender Windkraftanlagen Strom zu generieren. Mit der Windkraft könnte in der Folge auch EE-Gas (Gas aus Strom) gewonnen werden.

Einige kritisieren das „Saubermann-Image“, das hier gesehen wird, da Norwegen ja bekanntlich aufgrund des Exports von fossilen Rohstoffen auch einen gewissen Wohlstand erwirtschaftet. Zu beachten gilt dabei allerdings auch, dass kein Land der Welt von heute auf morgen aus moralischen Gründen eine 180 Grad Kehrtwende machen kann und die Haupteinnahmequelle mal eben zur Disposition stellt.

Norwegens Schritt vermehrt auf Elektro- und Wasserstoffautos zu setzen ist ziemlich konsequent. Ob er final auch richtig ist, wird sich natürlich zeigen müssen. Wenn es um die Entwicklung von Elektroautos geht, sind die Hersteller noch ziemlich gebremst und vorsichtig. Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, wenn der Staat dabei ein Zeichen setzt. Die Autobauer haben nun neun Jahre Zeit um sich auf den norwegischen Markt einzustellen. Das ist genügend Zeit um die Unternehmensstrategie anzupassen. Vielleicht würde ein ähnlicher Impuls auch Deutschland zu Gute kommen. Eine Frist für Deutschland bis 2030 wäre doch eine Überlegung wert. Für uns wäre das ebenfalls nur konsequent. Das umweltfreundliche Image, welches durch den Atomausstieg und die recht strengen Umweltschutzgesetze erarbeitet wurde, bekäme dann noch ein nettes i-Tüpfelchen.

Die Zukunft der Elektroautos

Der Blick über den Tellerrand hinaus in Richtung Norwegen sollte durchaus regelmäßig gewagt werden. So sollen auch Flugzeuge und Lastkraftwagen in Zukunft vermehrt Biokraftstoffe und Strom nutzen. Zuletzt berichtete Trends auch von der großen Investition in neue Fahrrad-Schnellstraßen. Ebenfalls eine sehr spannende Sache.

Grünen-Vorschlag ab 2036 keine Verbrennungsmotoren mehr in Deutschland

Die Grünen schlugen bereits vor in Deutschland ab 2036 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen. Diese Forderung löste rege Diskussionen aus. Ein radikales Umdenken seitens der Autohersteller würde jedoch nicht zwangsläufig stattfinden müssen. BMW, Volkswagen und einige andere Hersteller bieten bereits Hybride und auch reine E-Fahrzeuge an. In Norwegen ist der E-Golf sogar das meistverkaufte Elektroauto.Warum also so zögerlich?

In anderen Ländern wird ebenfalls schon fleißig diskutiert. So fand auch in Kalifornien der Vorschlag statt, ab 2030 gänzlich auf neue Autos mit Verbrennungsmotoren zu verzichten. Der Versuch das Ganze gesetzlich zu manifestieren scheiterte jedoch bisher. Amsterdam möchte ebenfalls die Stromer vorantreiben. Schließlich sollen 2025 nur noch Busse mit Elektromotoren im Personenbeförderungsverkehr eingesetzt werden.

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