Die Firma Ethique beseitigt ein Paradoxon, das sich im Kosmetikbereich angesiedelt hat: Vermehrt setzen Hersteller hier auf ökologisch wertvolle Produkte, die sie aber in Kunststoff verpacken. Das Plastik wiederum beinhaltet Schadstoffe und verschmutzt die Umwelt. Öko-Kosmetika in Öko-Verpackungen sind angesagt!


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Kosmetik in Riegelform mit Öko-Verpackung / Foto: Ethique

Ethique räumt im Verpackungslager auf: Öko geht vor

Aus Neuseeland erreichen uns immer wieder neue grüne Trends, an denen sich auch hiesige Unternehmen ein Beispiel nehmen können. Die Nachfrage nach ökologisch wertvollen Kosmetikprodukten wächst hier wie dort rapide an, doch selten machen sich die Produzenten Gedanken über eine sachgerechte Verpackung. Garantiert schadstofffreie Waren von Materialien zu umgeben, die beispielsweise krebserregendes BPA oder Bisphenol A enthalten, scheint wenig vernünftig und dennoch kommt dies immer wieder vor. Sogar der Ersatzstoff BPS gelangt nun in die Kritik, weil dieser die embryonale Entwicklung stören soll. Die neuseeländische Firma Ethique scheint ihren Namen in diesem Sinne ganz zu Recht zu tragen, sie räumt gründlich in ihrem Verpackungslager auf und lässt nur noch ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Materialien wie Papier und Pappe bestehen.

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Ein Blick in die Verpackung auf das eigentliche Produkt / Foto: Ethique

Kosmetik als Stangenware in Papier und Karton

Equique produziert beispielsweise Substanzen für die Gesichtsreinigung, aber auch Lotionen, Shampoos, Conditioner, Körperbutter und Peeling-Cremes. Alle diese Produkte werden in handlicher, hochkonzentrierter Stangenform geliefert, eingepackt in weißes Papier oder farbenfrohe Pappboxen. Durch Anfeuchten lassen sich die Kosmetika nutzen, danach trocknen sie recht schnell und können anschließend wieder eingepackt werden. Ein ganz einfaches System, das wasserdichte Verpackungen und damit auch den Plastikeinsatz überflüssig macht. Dabei sollen die Produkte sogar noch eine hohe Qualität besitzen und hochwirksam sein. Also müssen potentielle Kunden nicht einmal einen Kompromiss auf Kosten der Produktgüte eingehen, sondern dürfen ihre Körperhygiene rundum genießen. Allerdings sollten wir in Deutschland schon darauf warten, bis die Kosmetikfirmen hierzulande auf dieselbe Fährte gelangen, denn durch eine Lieferung ergibt sich ohne Frage eine äußerst negative CO2-Bilanz.



Quelle: ethique.co.nz

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1 Kommentar

  1. werner

    21. Februar 2016 at 22:31

    „eingepackt in weißes Papier oder farbenfrohe Pappboxen“. Klingt schon sehr ökologisch. Warum nicht Recyclingpapier oder -karton in „nature“ ? Cellulosehaltige Materialien sind auch ein hervorragender Nährboden für Schimmelpilze, da dürfte die „Naturkosmetik“ doch nach der „feuchten“ Benutzung so richtig „aufleben“.
    Glas oder Metall wären hier wesentlich produktfreundlicher, da 100% recyclebar (wenn der innere Schweinehund überredet werden kann). Und die Energiebilanz von Papier/Pappe ist ja auch nicht so toll…

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