Im Zeitalter der Energiewende nimmt Ökostrom, also Strom der aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird, einen stets zunehmenden Stellenwert ein. Ein großer Anteil des sauberen Stroms wird durch die Windkraft gewonnen. Dass sich Solarstrom aber auch aus Windenergie langfristig durchsetzen können, zeigen aktuelle Studien. Mit einem Anteil von 25,8 Prozent ist Ökostrom erstmals die wichtigste Elektrizitätsquelle in Deutschland. Schon jetzt decken erneuerbare Energien bereits stolze 22 Prozent des weltweiten Energiebedarfs ab.


Strom selber erzeugen

Grüner Strom ist gefragt

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Anteil von Ökostrom am Elektrizitätsmix mehr als verdoppelt. Das ist unter anderem der steigenden Nachfrage und dem damit einhergehenden aufgeklärteren Umweltbewusstsein der Menschen zu verdanken. Wird mehr grüner Strom abgenommen, muss auch mehr eingespeist werden. Folglich passt sich der Markt und auch die Technologie an diesen Umschwung an. Die Anbieter von Ökostrom sind über den positiven Trend angetan. Anfang Januar konnte beispielsweise im Bereich der Windenergie ein neuer Rekord verzeichnet werden. So sorgten die Orkane „Elon“ und „Felix“ am 9. Januar 2015 für 30.700 Megawatt Windstrom, der in das deutsche Netz eingespeist wurde.


Ökostrom wird günstiger

Mittlerweile setzen mehr als fünf Millionen Haushalte in Deutschland auf Ökostrom mit einer steigenden Tendenz und einer höheren Nachfrage dürften auf lange Sicht auch die Preise für den grünen Strom sinken. Schon jetzt sind die Unterschiede zu Stromanbietern, die Atom-Strom oder Strom aus fossilen Brennstoffen liefern, minimal. Wie in nahezu jedem Bereich, der eine recht große Anbieterauswahl innehat, lohnt sich auch bei den Ökostrom-Anbietern der Preisvergleich. Dabei gilt es jedoch ein paar Punkte und Kennzeichnungen zu beachten. Die Suche nach einem geeigneten Ökostromprodukt könnte schon einmal einen Sonntag-Nachmittag in Anspruch nehmen. Man sollte dieses Prozedere jedoch keinesfalls scheuen, es lohnt sich schließlich hinten raus.

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Stromanbieterwechsel und Kündigungsfristen

Wenn ein Stromanbieterwechsel in Erwägung gezogen wird, sollte man sich zunächst die Vertragsmodalitäten zu Gemüte führen. Dabei können die Vertragslaufzeiten und die Kündigungsfristen erschlossen werden. Bei den Anbietern der örtlichen Grundversorgung betragen die Kündigungsfristen in der Regel vier Wochen. Es gibt jedoch auch durchaus Vertragskonstrukte, die eine Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten vorsehen. Experten verraten im Internet, was bei einer Kündigung zu beachten ist. Hebt der Vertragspartner im Rahmen eines laufenden Tarifs die Preise an, entsteht automatisch ein Sonderkündigungsrecht. Mit der Bekanntgabe der Änderungen wird auch über das Sonderkündigungsrecht samt der entsprechenden Frist informiert. Ein bevorstehender Umzug räumt ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht ein, das je nach Stromanbieter regelmäßig zwei Wochen beträgt.

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Bisher mangelt es in Deutschland nach wie vor an einem einheitlichen Ökostromsiegel, was zur Folge hat, dass Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist. Man sollte daher vor allem die Tarifdetails näher unter die Lupe nehmen. Erste Anhaltspunkte für zukunftsträchtigen Ökostrom liefern Zertifikate wie das „Grüner Strom Label“ (GSL) oder das „ok-power Label“. Stromanbieter, die diese Zertifikate inne haben, liefern nicht nur Strom aus regenerativen Energiequellen, sondern versichern auch, dass in den Ausbau künftiger Stromquellen unter umweltschonenden Bedingungen investiert wird. Im Bereich der günstigeren Ökostromanbieter wird man oftmals mit dem RECS konfrontiert. Diese Kennzeichnung verspricht ebenfalls, dass der Strom aus regenerativen Energiequellen stammt. Allerdings wird nicht gewährleistet, dass ein zusätzlicher Ausbau der erneuerbaren Energien stattfindet.

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