Red Bull hat das Sportmarketing nicht erfunden, aber doch revolutioniert. Mit Investments in Fußball, Formel 1 und Funsportarten baute der Konzern aus Österreich eine weltbekannte Marke auf. Nun hat sich das Unternehmen ganz offensichtlich einer neuen Trendsportart gewidmet. Auf der Rennstrecke im österreichischen Spielberg veranstaltete der Konzern ein hochkarätig besetztes Drohnenrennen namens DR. ONE. Teilgenommen haben insgesamt achtzehn Teilnehmer aus vierzehn Nationen. Diese durften am Donnerstag zunächst einige Testflüge absolvieren, bevor am Freitag die Qualifikation und am Samstag das Rennen stattfand. Gewonnen hat schließlich der erst 20-jährige Lokalmatador Bastian Hackl aus Österreich, vor dem Russen Wladimir Ivanov und dem Polen Mac Poschwald. Dabei erreichten die Drohnen Geschwindigkeiten von mehr als 150 Stundenkilometern.


Für den eigens aufgebauten Parcours mussten die Piloten einiges an Geschick aufbringen. Foto: Red Bull

Die Renndrohne war nicht ganz so schnell wie ein Formel 1 Auto

Im Vorfeld der Renntage hatte Walter Kirsch zudem einen neuen Rekord aufgestellt. Er flog eine Runde über die Rennstrecke und erreichte mit seinem Fluggerät sogar eine Spitzengeschwindigkeit von 165 Km/h. Für die gesamte Distanz benötigte der Drohnenpilot so 1:39,75 Minuten. Zum Vergleich: Lewis Hamilton benötigt beim letzten Formel 1 Grand Prix in Österreich für die selbe Strecke 1:07,41 Minuten. Beim eigentlichen Drohnenrennen ging es dann aber nicht nur darum, möglichst schnell von A nach B zu fliegen. Vielmehr mussten auch verschiedene Hindernisse überwunden und spezielle Aufbauten durchflogen werden. Ein gewisses Geschick beim Fliegen war also auch zwingend notwendig. Andernfalls drohten ernste Konsequenzen: Einige Hindernisse waren mit 800 Grad heißen Stichflammen versehen.

ESPN überträgt in den Vereinigten Staaten immer wieder Rennen

Drohnenrennen begannen einst als Untergrundbewegung in leerstehenden Warenhäusern und ähnlichen Gebäuden. Später wurden aber auch immer mehr Sponsoren auf die neue Trendsportart aufmerksam. Der einflussreiche US-Sportsender ESPN verlieh der Bewegung dann gewissermaßen den Ritterschlag und vereinbarte eine Zusammenarbeit mit der International Drone Racing Association. Seitdem können die Fernsehzuschauer in den Vereinigten Staaten immer wieder auch Drohnenrennen sehen. In Dubai wurde zudem bereits ein Rennen mit Millionenpreisgeld ausgetragen.  Red Bull scheint nun auf diesen Zug aufspringen zu wollen. Die Veranstaltung in Österreich brachte für das Unternehmen aber noch einen weiteren Vorteil mit sich: Die konzerneigene Rennstrecke in Spielberg wurde dadurch besser ausgelastet.


Via: New Atlas

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.