Am dritten Tag der DLD-Konferenz trat EU-Kommissar Oettinger ans Rednerpult. Er fand deutliche Worte. Europa sei n Sachen IT einfach nicht mehr konkurrenzfähig. Die Eu benötige daher dringend einen digitalen Binnenmarkt.


Oettinger

Europa hat was die Informationstechnologie angeht schon lange keine Vormachtstellung mehr inne. Wahrscheinlich hatte es nie eine. Diese Tatsache macht es um so wichtiger, die Position von Google innerhalb der EU zu regulieren. Ähnliches ist auch schon dem Softwaregiganten Microsoft widerfahren. Diese Thesen stellte Günther Oettinger in seinem Vortrag auf, mit dem er den dritten Tag der DLD-Konferenz – der
Konferenz über Digital Life Design in München – eröffnete.


Europa hat das IT-Rennen verloren

“Wir haben das Spiel um die IT verloren”, so Oettinger. Europäische Informationstechnologie sei schon lange nicht mehr konkurrenzfähig, sagte Oettinger weiter. Dabei gäbe es in Europa mit Firmen wie beispielsweise Daimler oder Lanxess Unternehmen, die auch in Zukunft eine Rolle in der Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen. Langfristig interessant werde der europäische IT-Markt aber nur durch eine Vereinheitlichung. Bis Mai 2015 will Oettinger entsprechende Pläne vorstellen.

“Wir haben 28 fragmentierte Märkte mit 28 verschiedenen Regelungen zum Datenschutz. So kann keine europäische Cloud existieren”, erklärte Oettinger. Neben dem Datenschutz sei außerdem die Vereinheitlichung des Copyrights von oberster Priorität.

Das einheitliche Copyright sieht Oettinger als Ergänzung zum europäischen Breitbandausbau an. Bis 2020 wolle Europa diesbezüglich auf einer Stufe mit Südkorea stehen. Oettinger setzt große Stücke auf diese Pläne und betonte, wie wichtig die Netzneutralität in diesem Zusammenhang sei.

Google muss Kompromisse eingehen

Der ursprüngliche Plan, ein europäisches Gegenstück zu Google zu entwickeln, dei inzwischen vergebene Mühe. Vielmehr müsse man Google nun dazu bringen, die bisherige, wenig kompromissbereite Haltung aufzugeben und weiter auf die EU zuzugehen. Das Beispiel von Microsoft zeigt deutlich, dass auch die EU sich durchsetzen kann.

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