Die Firma Nordwest Box, die bereits Isolierzelte für Ebola-Flieger entwickelte, möchte nun winterfeste Heime für Flüchtlinge produzieren. Die neue Erfindung des Ehepaars Bendig kann innerhalb einer halben Stunde vor Ort aufgebaut werden. Ist das die Lösung für ein drängendes Problem?


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Wie kann man Flüchtlinge winterfest unterbringen?

Nordwest Box entwickelt Schnellbau-Unterkunft

Die kalte Jahreszeit naht mit großen Schritten, doch viele Flüchtlinge in Deutschland sind noch nicht winterfest untergebracht. Wohncontainer sind nur noch in begrenzter Zahl zu haben, auch die Unterbringung in Turnhallen und anderen öffentlichen Gebäuden funktioniert nicht immer. Wohin also mit den vielen Menschen, die jetzt noch in Zelten wohnen? Laut aktuellen Pressemeldungen sind sogar Zwangsvermietungen im Gespräch, um Abhilfe zu schaffen. Agnes und Wilfried Bendig von der 2009 gegründeten Firma Nordwest-Box GmbH in Hude, Landkreis Oldenburg, machten sich über das drängende Problem Gedanken und kamen zu einer Lösung: eine winterfeste Schnellbau-Unterkunft nach Art einer Transportbox.

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Der nächste Winter kommt bestimmt – keiner weiß, wie hart er wird.

Das ist das neue »Flüchtlingsheim«

Die Boxen bestehen aus einem nicht brennbaren Kunststoff, jedes Häuschen ist mit einem Anschluss für Wasser und Strom versehen. Sogar eine Windkraft- oder Solaranlage ließe sich bei Bedarf installieren. Die Optik erinnert an eine weiß gestrichene Gartenlaube mit Satteldach. Jede Wohnbox besitzt eine Grundfläche von 4 x 4 Metern und lässt sich innerhalb von einer halben Stunde bezugsfertig aufbauen. Der Preis je Heim beläuft sich auf 8.925 Euro. Die Produktion übernimmt die Dr. Dietrich Müller GmbH in Ahlhorn, die etwa 1.000 Häuschen pro Monat liefern könnte. Laut Medienberichten hat das Land Niedersachsen bereits ein Kontingent von 500 Boxen geordert, auch andere Bundesländer haben Interesse geäußert. Die Bendigs freuen sich, ihren Beitrag dafür leisten zu können, dass Flüchtlinge im deutschen Winter nicht frieren müssen – doch natürlich verdienen sie mit dieser Art von Innovationen auch ihren Lebensunterhalt.


Quelle: nwzonline.de

 

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1 Kommentar

  1. David Kummer

    12. September 2015 at 11:03

    Also ich weiss wirklich nicht wo es ein Proplem mit Unterkunft geben sollte! Ich selber wohne in Altenburg. Wohnungsleerstand mindestens 30%. Alles Fachwerkhauser bzw Plattenbauten. Das einzige, was bei sehr vielen gebraucht werden würde, wäre ein Neuanstrich und die passende Einrichtung!
    Warum MÜSSEN diese MENSCHEN in SEPERATE Unterkünfte. So TRENNT man Sie und SONDERT Sie AB!

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