Selbstfahrende Autos sind im Kommen, wobei es wohl noch mehrere Jahre dauern wird, bis wir uns entspannt von einem Auto von Google oder einem anderen Unternehmen durch die Gegend kutschieren lassen können. Ein Startup aus Arizona hat nun jedoch einen selbstfahrenden Bus erschaffen, der bereits bereit für den Einsatz im Verkehr ist.


Bild: Local Motors
Bild: Local Motors

Olli: Selbstfahrender Transport nach dem Uber-Prinzip

Local Motors heißt das Unternehmen, das hinter dem selbstfahrenden Bus steht, der mittels 3D-Druck hergestellt wird. Bis zu zwölf Menschen passen in den Bus, der auf den Namen Olli getauft wurde. Olli funktioniert ähnlich wie ein von einem Menschen gefahrenes Uber-Auto: Per Nutzer braucht lediglich eine App auf seinem Smartphone und wird dann auf Knopfdruck an seinem aktuellen Standort abgeholt. Und das beste an Olli: Es wird keine Jahre mehr dauern, bis der Bus bereit für die Straße ist, sondern der Einsatz in den USA ist geplant, sobald die entsprechenden Regularien dies erlauben. Da Olli keinen menschlichen Fahrer hat, hat IBM die Dienste von dem AI-System Watson angeboten, um eine Schnittstelle zwischen dem Bus und seinen Fahrgästen zu erschaffen. „Watson is bringing an understanding to the vehicle. A vehicle that understands human language, where you can walk in and say, ‘I’d like to get to work,’ that lets you as a passenger relax and enjoy your journey„, so Bret Greenstein von IBM. Watson soll Olli so einen menschlichen Touch verpassen und das Verhältnis zwischen den Fahrgästen und ihrem „Chauffeur“ verbessern. So soll Watson den Fahrgästen nicht nur Fragen nach der Ankunftszeit oder der Funktionsweise von Olli beantworten können, sondern auch Tipps für Sightseeing oder beliebte Restaurants in der Umgebung bereithalten.

Angetrieben wird Olli von einem Elektromotor, die Belastung für die Umwelt bleibt also auch relativ gering.


Olli kann in der ganzen Welt hergestellt werden

Der Zusammenbau des Busses ist verblüffend einfach und theoretisch sogar in einer Nacht zu erledigen. Dies ist der Tatsache zu verdanken, dass die Teile für Olli allesamt aus einem 3D-Drucker stammen. Local Motors hat sich ein besonders interessantes Produktionsverfahren ausgedacht. Statt einer oder mehrerer zentraler Fabriken lässt das Unternehmen in lokalen 3D-Druck-Geschäften produzieren, was aufregende Möglichkeiten für die Zukunft bietet. So spielt Local Motors mit dem Gedanken eines weltumspannenden Netzes von Micro-Fabriken, in denen an die lokalen Erfordernisse angepasste Olli-Busse hergestellt werden können.

Ein unbeschriebenes Blatt in dem Bereich ist Local Motors auch nicht. Mit dem LM3D Swim möchte das Start-up 2017 ein Elektroauto auf den Markt bringen, das mit einem 3D-Druck-Verfahren produziert wird.

Das Computersystem, das hinter Ollis Fahrkünsten steht, wurde von Local Motors in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern selber entwickelt. Der Testbetrieb ist vorerst in National Harbor, Maryland geplant, weitere Pilotprojekte sollen in Las Vegas und Miami starten. Das Unternehmen führt nach eigenen Angaben derzeit Gespräche mit mehr als 50 Städten weltweit, die Interesse an Olli bekundet haben, darunter auch Berlin, Kopenhagen oder die australische Hauptstadt Canberra.

 

via Inhabitat

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