Das omanische Staatsunternehmen „Petroleum Development Oman“ – kurz: PDO – hat sich lange Zeit nur auf die Förderung von Öl und Gas konzentriert. Inzwischen wurde aber auch in dem Sultanat ein Strategiewechsel eingeleitet: Zukünftig sollen die Erneuerbaren Energien eine wichtigere Rolle übernehmen. Ein Beispiel dafür: Das Solarkraftwerk Miraah. Dieses erzeugt allerdings keinen Strom und speist diesen ins Netz ein, sondern hat eine ganz besondere Aufgabe: Es wird heißer Wasserdampf produziert.


Was einen lokalen Hintergrund hat. Denn genutzt wird der Dampf zur Erdölförderung. Insbesondere bei alten und sich langsam dem Ende zuneigenden Quellen wird der Wasserdampf in die Tiefe gepumpt. Anschließend kann das Erdöl deutlich einfacher gefördert werden.

Foto: GlassPoint Solar

Mit Spiegeln wird 300 Grad heißer Wasserdampf erzeugt

Bisher wurde Erdgas genutzt, um den benötigten Wasserdampf zu gewinnen – was im Oman aufgrund der dort vorhandenen Reserven vergleichsweise günstig möglich war. Zukünftig soll aber zumindest für diese Aufgabe eine nachhaltige Energiequelle genutzt werden. Auf den ersten Blick sieht das Solarkraftwerk Miraah aus wie eine Anlage mit zahlreichen Gewächshäusern. Diese haben allerdings eine reine Schutzfunktion und sollen die Anlage vor Sandstürmen und ähnlichen Wetterphänomen schützen. Im Inneren der Glashäuser wird das Sonnenlicht mit Parabolspiegeln konzentriert und zum erhitzen von Wasser genutzt. Letztlich entsteht so 300 Grad heißer Wasserdampf, der dann unter hohem Druck in die Erde gepresst wird. Insgesamt können dadurch die Klimaemissionen von 63.000 Fahrzeugen eingespart werden.

Auch Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate setzen auf Erneuerbare Energien

Trotzdem dürfte der Oman auch weiterhin zu den größten Klimasündern der Welt zählen. Selbiges gilt für die arabischen Nachbarstaaten. Auch dort hat inzwischen aber zumindest teilweise ein Umdenken eingesetzt. So will Dubai zukünftig alle Hausbesitzer verpflichten, ihre Dächer mit Solarpanels zu bestücken. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben zudem eine der größten Solaranlagen der Welt errichtet und wollen in den nächsten Jahren 163 Milliarden Dollar in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investieren. Nachbar Saudi Arabien wiederum hat im Rahmen der Saudi Vision 2030 inzwischen nicht nur ein erstes Windrad errichtet, sondern auch große Pläne geschmiedet: Zukünftig sollen die Nachbarländer Jemen und Ägypten mit Ökostrom aus Saudi Arabien beliefert werden.


Via: Inhabitat

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