Es gibt bereits eine Vielzahl an Hilfsmitteln, die es Rauchern ermöglichen sollen, mit ihrem Laster aufzuhören. Doch weder Nikotinpflaster, noch entsprechende Kaugummis garantieren einen Erfolg. Letztendlich wird vor allem ein starker Wille und eine Menge Selbstdisziplin benötigt. Kalifornische Wissenschaftler haben nun allerdings eine möglicherweise effektivere Methode entwickelt. Sie haben ein Enzym entdeckt, dass regelmäßig Nikotin aufnimmt. Mit Hilfe dieses Enzyms könnte das Nikotin im Körper bereits abgefangen werden, bevor es im Gehirn des Rauchers ankommt und seine suchtfördernde Wirkung entfaltet. Erste Tests haben sich dabei als ziemlich erfolgreich erwiesen.


Zigarette

Das Enzym wurde in Tabakfeldern entdeckt

Die Wissenschaftler am „The Scripps Research Institute“ hatten zuvor bereits dreißig Jahre lang versucht, ein Enzym zu entwickeln, dass Nikotin im Körper aufspüren und dann zerstören kann. Dies ist allerdings bisher nicht gelungen. Stattdessen sind sie in der Natur fündig geworden. Das Enzym NicA2 entsteht durch das Bakterium Pseudomonas putida und wurde in verschiedenen Tabakfeldern entdeckt. Wie sich herausstellte, frisst das Enzym dabei Nikotin sprichwörtlich, um Stickstoff aufzunehmen. „Das Bakterium ist wie ein kleiner Pacman. Es läuft herum und isst Nikotin“, erklärt einer der beteiligten Wissenschaftler die Vorgehensweise des Bakteriums und des Enzyms. Nachdem diese Fähigkeit entdeckt wurde, haben die Forscher untersucht, inwieweit sich das Enzym zum Einsatz im menschlichen Körper eignet.


Bisherige Tests lassen auf einen Erfolg hoffen

Dazu wurde unter anderem getestet, inwieweit das Enzym auch bei einer Körpertemperatur von knapp 37 Grad seine Arbeit verrichtet und ob dabei eventuell schädliche Abbaustoffe entstehen. Die Versuche verliefen dabei bisher sehr vielversprechend. „Unsere Forschung ist noch in einer frühen Phase des Medikamentenentwicklungsprozesses, aber die Studie zeigt uns, dass das Enzym die richtigen Eigenschaften besitzt, um letztlich ein erfolgreiches Therapeutikum zu werden“, zeigt sich Kim D. Janda, einer der Köpfe hinter den Forschungsarbeiten, optimistisch über die weitere Entwicklung.

Via: Gizmag

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.