Palmöl ist das billigste Öl der Erde, darum entscheiden sich so viele Lebensmittel- und Kosmetikaproduzenten für diesen Inhaltsstoff. Etwa 50 % unserer modernen Supermarktprodukte sind mit Palmöl versetzt, und dabei scheint es völlig egal, welche Schäden die Produktion dieses umstrittenen Rohstoffes anrichtet – und dass auch die menschliche Gesundheit darunter leidet.


Zwischenstadium: vom Regenwald zur Palmölplantage / Bild: Screenshot aus dem unten angefügten Youtube-Video des ORF

Bis 2025 soll es in Indonesien 26 Millionen Hektar Palmölplantagen geben

Ölpalmen benötigen für ihr Wachstum exakt dasselbe Klima wie der Regenwald, besonders in Indonesien und Malaysia müssen deshalb aus Profitgründen Jahr für Jahr gewaltige Regenwaldflächen den neuen Ölplantagen weichen. In 2014 nahmen die Ölpalmen bereits 10 Millionen Hektar Fläche auf indonesischem Boden ein, bis 2025 sollen darauf 26 Millionen Hektar werden. Die Rodung der Regenwälder trägt nicht nur dazu bei, dass gewaltige Mengen CO2 in die Atmosphäre gelangen, sie nimmt auch vielen bedrohten Tierarten den Lebensraum und vernichtet nebenbei eine der schönsten Naturlandschaftsformen unseres Planeten. Pro Jahr müssen etwa 2000 Orang-Utans für unser Palmöl sterben, dabei leben ohnehin nur noch höchstens 60.000 dieser wunderschönen Menschenaffen in Freiheit.

Im Video: Fette Gewinne auf Kosten der Umwelt


Palmöl löst Krankheiten aus und vernichtet Existenzen

Auch den Menschen kommt der exzessive Palmölanbau absolut nicht zugute: Die Substanz gilt als gesundheitsschädlich, bei ihrer Verarbeitung entstehen gefährliche Fettsäureester, die Krebs auslösen können. Auch Leber, Nieren und Hoden leiden nachweislich unter der Ernährung mit Palmölen und -fetten. Für die Errichtung von neuen Großplantagen werden regelmäßig Ureinwohner und Kleinbauern vertrieben und ihre Existenzen vernichtet, hierbei ist häufig auch Gewalt im Spiel. Menschen, die sich weigern, aus ihrem angestammten Lebensraum zu weichen, werden häufig geschlagen und inhaftiert: Es geht eben um das ganz große Geld, dann ist es mit der Moral nicht mehr weit her.

So vermeidet ihr gezielt Produkte mit Palmöl

Wenn ihr euch dafür entscheidet, nur noch Produkte ohne Palmöl zu kaufen, dann wird sich erst einmal ein kleines Problem auftun: Seit 2014 müssen Palmölprodukte zwar gekennzeichnet sein, doch die Inhaltsangaben sind nicht immer einheitlich oder gar verständlich.

Achtet bei Lebensmitteln auf folgende Bezeichnungen:
Palmöl, Palmkernöl, vegetabiles Fett, Pflanzliches Fett / Pflanzliches Öl, Palmfett

Bei Kosmetikprodukten weisen folgende Begriffe auf eventuelles Palmöl hin:
Cetearyl / Cetyl, Lauryl / Laurate / Lauroyl, Stearyl / Stearate

In Produkten mit dieser Kennzeichnung ist auf jeden Fall Palmöl enthalten:
Palmitate / Palmate / Palm

Hilfreiche Links zum Thema:
www.umweltblick.de/deklarationen
www.umweltblick.de/produkte-ohne-palmoel
https://utopia.de/galerien/palmoel-produkte-marke-palmoelfreie-alternativen/#8

Quelle: abenteuer-regenwald.de

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1 Kommentar

  1. tomvital

    19. Juni 2017 at 14:56

    Ja und genau deswegen haben wir auch in allen BioSprit und Beimengungen Palmöl drinnen.
    Damit wir Umweltfreundlicher autofahren *ironie off*.

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