Pandabären sind von ihrer genetischen Veranlagung her eigentlich Fleischfresser. Die Nahrung der Tiere besteht aber fast vollständig aus Bambusrohren. Wissenschaftler sind dabei fasziniert davon, wie es die Pandabären schaffen, den harten Bambus zu verdauen. Einige Forscher haben sich daher bereits näher mit dem Magen und dem Verdauungstrakt der Tiere beschäftigt. Ein belgisches Forschungsteam verfolgt nun aber einen anderen Ansatz: Es untersucht die Ausscheidungen der Pandabären. Dabei sollen die Bakterien und Mikroorganismen in der Pandakacke genauer unter die Lupe genommen werden. Daraus wiederum lassen sich dann Rückschlüsse auf die Verdauungstechnik der Tiere ziehen.


By J. Patrick Fischer (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
By J. Patrick Fischer (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Bakterien und Mikroorganismen könnten Biomasse abbauen

Interessant ist dies aber nicht nur für Pandaforscher, sondern auch in Bezug auf die Entwicklung neuer Biokraftstoffe. „Sobald wir verstehen, wie die Verdauung funktioniert, können wir darüber nachdenken, wie wir diese Kulturen nutzen, um andere Biomasse so abzubauen, dass wir sie zur Herstellung von Biokraftstoff oder Biochemikalien nutzen können“, erläutert Professor Korneel Rabaey von der Ghent University die Idee hinter dem Forschungsansatz. In letzter Konsequenz könnte dies zur Entwicklung einer zweiten Generation an Biokraftstoffen führen. Dabei könnte dann vor allem Biomasse genutzt werden, die nicht zur Nahrungsaufnahme genutzt werden kann. Die Konkurrenz um Ackerflächen könnte so zu einer friedlichen Koexistenz werden.

Genauere Untersuchung der Ausscheidungen findet im Labor statt

Die Untersuchungen finden dabei im Pairi Daiza Wildpark in Belgien statt. Für die notwendigen Ausscheidungen sorgen dabei die Pandabären Xing Hui und Hao Hao. Diese essen beide jeweils rund zehn Kilogramm Bambus am Tag und zeigten sich völlig unbeeindruckt von den Wissenschaftlern, die in ihr Gehege kamen, um den Mist aufzusammeln. „Wir nehmen die Exkremente, schauen sie uns im Labor an und sehen dann wie die Verdauung abläuft“, erklärt Professor Rabaey die weitere Vorgehensweise.


Via: The Mirror

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