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Pangea Sun: Dieser modulare Laptop stellt sich auf jede Situation ein

Moderne Laptops zeichnen sich dadurch aus, dass einzelne Komponenten immer schwerer ersetzbar sind. Das ist dem immer schlankeren Design geschuldet. Das perfekte Beispiel für diese Tatsache sind Apples MacBooks, bei denen so gut wie keinen Komponente mehr getauscht werden kann. Im kompletten Kontrast dazu steht der Laptop Pangea Sun: Er kann durch modulare Komponenten innerhalb weniger Sekunden an jedes Einsatzszenario angepasst werden.

Bild: Pangea Electronics

Bild: Pangea Electronics

Modularer Laptop aus Berlin

Entwickelt wurde der Pangea Sun von dem Berliner Startup Pangea Electronics. Das Unternehmen möchte die modulare Bauweise, mit der momentan auch bei Smartphones experimentiert wird, auch bei Laptops etablieren. Dazu bietet der Pangea Sun nicht nur modulare Elemente, die der Kunde kaufen kann, sondern es gibt sogar die Möglichkeit, eigene Komponente für den Laptop zu entwickeln, da die komplette Konstruktion auf das Open-Source-Prinzip basiert.

Seit der zweiten, modulieren Generation des Fairphones sind modulare Konstruktionen im Licht der Öffentlichkeit. Derartige Geräte lassen sich nicht nur schnell an verschiedene Situationen anpassen, sie sind dank der austauschbaren Elemente auch besonders leicht zu reparieren.

So soll die Lebensdauer der Geräte verlängert werden. Wie bei klassischen PCs können die Einzelteile auch problemlos ausgetauscht werden, wenn die Hardware ein Upgrade benötigt.

Aber natürlich zeichnet sich das modulare Design vor allem auch dadurch aus, dass die einzelnen Teile schnell und unkompliziert ausgetauscht werden können. So ist es beispielsweise möglich, mit zwei verschiedenen Festplatten schnell zwischen einer Konfiguration für die Arbeit und für das Privatleben hin und her zu wechseln.

Finanzierung mittels Crowdfunding

Vier Entwickler sind bei Pangea Electronics mit dem Pangea Sun beschäftigt. Sei zwei Jahren arbeitet das Unternehmen an dem Gerät. Bei der Konstruktion setzen sie auf einen externen Fertiger, der das logistische Know-How mitbringt. Dem kleinen Startup gelingt so etwas, an dem Google mit dem hauseigenen modularen Smartphone bereits seit Jahren arbeitet.

Momentan sammelt Pangea Electronics Geld für den Laptop durch Crowdfunding. In der Kampagne geht es um ein nicht besonders teures Modell mit 14 Zoll Bildschirmdiagonale, 32 Gigabyte Speicher und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Betriebssystem dient Google Android 5.1 Lollipop. Langfristig sollen dann weitere Module angeboten werden, mit denen der Laptop innerhalb von Sekunden umgerüstet werden kann.

Der Pangea Sun soll dann in der Stadt Kindia im westafrikanischen Guinea herstellen lassen. So soll dazu beigetragen werden, vor Ort eine stabile IT-Wirtschaft aufzubauen. Das Unternehmen will beispielsweise auch an lokalen Schulen lehren, wie die Produktion des Laptops funktioniert.

Eigene Module dank Open-Source

Das Projekt zeichnet sich durch eine besondere Quelloffenheit aus. Käufer sollen im Netz auf die technischen Spezifikationen und auf 3D-Modelle zugreifen können. Außerdem wird es ein Open-Source-Modul geben, das die Käufer mit eigener Elektronik auffüllen können. So werden technisch versierte Käufer dann selber Module konstruieren können und die Baupläne mit anderen Käufern teilen. Außerdem können die Baupläne im Online-Shop von Pangea angeboten werden.

Wer schnell ist und sich als Unterstützer in der Crowdfunding-Kampagne anmeldet, der kann den Pangea Sun für unter 500 Euro erhalten. Für die Zukunft plant das Unternehmen, zahlreiche Module anzubieten und das Projekt noch grüner zu machen: Aktuell kommt das Gehäuse des Pangea Sun aus dem 3D-Drucker, das Unternehmen will aber mit anderen Materialien experimentieren.

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