Das Jahr 2020 könnte für unseren Planeten von entscheidender Bedeutung sein. Sollte es uns bis dahin nicht gelingen, der Steigerung der CO²-Emissionen Einhalt zu gebieten, ansonsten wird es wahrscheinlich nicht gelingen, die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Das geht zumindest aus einem aktuellen Bericht hervor.


Erderwärmung

Konkrete Vorschläge zur Reduktion von CO²-Emissionen

Angeführt wurde die Gruppe, die den Bericht herausgab, von Christiana Figueres von Mission 2020, die auch von 2010 bis 2016 Generalsekretärin der United Nations Framework Convention on Climate Change war. Neben dem Statusbericht an sich hat die Gruppe auch ein Programm ausgearbeitet, mit dem es trotz der knappen Deadline noch möglich sein soll, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Die Gruppe konzentrierte sich in dem Bericht auf die Sektoren Energie, Finanzen, Landwirtschaft, Infrastruktur, Transport und Industrie. Die Klimaschützer bezeichneten ihr Programm selber als „im besten Fall idealistisch, im schlechtesten schlicht unrealistisch“. Gleichzeitig aber betonten sie, dass hohe Ziele einen größeren Innovationsdruck kreieren.


Die Autoren geben unter anderem an, dass bis 2020 30 Prozent der globalen Energie aus erneuerbaren Quellen stammen muss. Das ist zwar nicht unmöglich, schließlich haben wir den Wert von 23,7 Prozent bereits 2015 erreicht, aber es ist ein ambitioniertes Ziel. Insgesamt haben die Autoren konkrete Vorschläge für alle sechs Sektoren, die zu weniger CO²-Emissionen führen würden – wie etwa die Reduktion von Abforstung und verbesserte Subvention von Elektrofahrzeugen.

Optimistisch in die Zukunft blicken

Außerdem schlugen die Autoren drei Schritte vor, mit denen verhindert werden soll, dass die Maßnahmen zu spät ergriffen werden. Zum einen müssen alle Maßnahmen auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Zum anderen sollen bestehende Lösungen und Maßnahmen so schnell wie möglich hochskaliert werden. Und letztlich – und das ist wohl das wichtigste – soll die Sache trotz der knappen Deadline mit Optimismus angegangen werden.

There will always be those who hide their heads in the sand and ignore the global risks of climate change. But there are many more of us committed to overcoming this inertia. Let us stay optimistic and act boldly together“, so die Autoren.

Der Artikel in der Zeitschrift Nature wurde von zahlreichen Wissenschaftlern, Politikern und Wirtschaftsgrößen unterschrieben, darunter etwa dem Gouverneur von Kalifornien Jerry Brown und dem Klimaforscher Michael Mann.

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