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Peak Stuff: Großbritanniens Einwohner verbrauchen ein Drittel weniger Rohmaterialien als 2001

Peak Oil war lange Zeit ein Kampfbegriff in der politischen Diskussion. Damit war der Zeitpunkt gemeint, an dem die weltweite Ölproduktion ihren Höhepunkt erreichen sollte. Neue Fördertechnologien haben allerdings bisher dafür gesorgt, dass der Peak Oil bisher noch nicht erreicht wurde. Ein deutlich neuerer Begriff ist hingegen der sogenannte Stuff Peak. Dabei geht es darum, dass der Mensch irgendwann genug Dinge besitzt und das dauerhafte Wachstum somit zu einem natürlichen Ende kommt. Anfang des Jahres war es Ikea-Chef Steve Howard, der mit solchen Gedanken für Aufsehen sorgte. Tatsächlich scheint nun eine Statistik des „UK Office for National Statistics“ in eine ähnliche Richtung zu deuten.

Die Digitalisierung hat CDs und Kassetten überflüssig gemacht

Demnach hat der Verbrauch von Rohmaterialien pro Kopf in Großbritannien zwischen dem Jahr 2001 und 2013 von 15 Tonnen jährlich auf nur noch zehn Tonnen jährlich abgenommen. Unter dem Begriff Rohmaterialien sind dabei alle Materialien erfasst, die zur Produktion eines physischen Produkts notwendig sind – dies kann beispielsweise Öl sein, aber auch Eisen oder Holz. Tatsächlich gibt es für den Rückgang des Verbrauchs dabei einige logische Erklärungsansätze. So lag in dem Zeitraum, den die Statistik erfasst beispielsweise die Weltwirtschaftskrise. Diese könnten zu einem generellen Rückgang des Konsums geführt haben. Auch die zunehmende Digitalisierung machte einige physische Produkte überflüssig – beispielsweise CDs und Videokassetten.

Längere Lebensdauer und effizientere Produktionsverfahren spielen eine Rolle

Für die Zukunft bedeutender sind allerdings zwei andere Faktoren, die zu der Entwicklung beigetragen haben. So sind die Hersteller bei der Produktion vieler Produkte effizienter geworden – sie verbrauchen also weniger Rohmaterialien, um die gleiche Menge an Produkten zu erstellen. Hinzu kommt aber eben auch, dass die Verbraucher insgesamt seltener neue Dinge anschaffen. Ob dies allerdings daran liegt, dass die alten Sachen inzwischen länger halten oder ob tatsächlicher der Peak Stuff erreicht wurde, lässt sich rein aus den Daten nicht ableiten. Es dürfte aber spannend werden, die weitere Entwicklung in Sachen Rohmaterialverbrauch pro Kopf zu beobachten.

Via: Treehugger

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