Die offizielle Währung in Venezuela trägt den Namen Bolivar und hat mit enormen Problemen zu kämpfen. Denn eine extrem hohe Inflation hat den Wert des Geldes stark sinken lassen. Im Verhältnis zum US-Dollar sank der Wert etwa alleine im November um 57 Prozent. Dies hat mehrere fatale Auswirkungen: Zum einen beträgt der Mindestlohn in Venezuela damit faktisch nur noch wenige Dollar pro Monat. Zum anderen kann aber auch die Regierung nur noch schwer international Handel treiben. Viele Fluglinien etwa verzichten inzwischen auf Flüge in das südamerikanische Land, weil sie nicht in Bolivar bezahlt werden möchten. Insbesondere die Jugend des Landes hat sich daher nach Alternativen zur offiziellen Währung umgesehen – und ist bei Bitcoins und anderen Kryptowährungen fündig geworden.


Präsident Nicolas Maduro bekommt die wirtschaftlichen Probleme seines Landes nicht in den Griff. Foto: Government of Venezuela [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Der Petro soll mit den Ölreserven des Landes besichert werden

Zugute kam ihnen dabei eine Besonderheit in Venezuela: Die staatliche Stromversorgung ist für die Bevölkerung kostenfrei. Diesen Vorteil nutzten nicht wenige, um nach verschiedenen Kryptowährungen zu schürfen. Was im Einzelfall sicher eine gute Idee ist, führt für die gesamte Gesellschaft aber zu neuen Problemen. So geriet unter anderem die Stabilität des staatlichen Stromnetzes in Gefahr. Venezuelas Präsident Nicolas Maduro will dennoch aus der Not eine Tugend machen: Er kündigte die Einführung einer eigenen staatlichen Kryptowährung an. Abgesichert werden soll der Petro – wie es der Name bereits andeutet – mit den Ölreserven des Landes. Venezuela hat die größten Ölreserven der Welt, leidet aber bereit seit längerem unter den vergleichsweise niedrigen Preisen auf dem Weltmarkt.

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Zuletzt aktualisiert am 17.01.2018

Wichtige Importe sollen mithilfe der Kryptowährung finanziert werden

Als Grund für diesen Schritt nannte der Politiker vor allem eine Blockade durch die Vereinigten Staaten. Tatsächlich wurden internationale Sanktionen gegen das Regime verhängt, das vor kurzem Proteste der Opposition gewaltsam niederschlug und das frei gewählte Parlament entmachtete. Genutzt werden soll die Kryptowährung einerseits für den Zahlungsverkehr im Inland. Auf der anderen Seite soll es dem Staat so aber auch ermöglicht werden, wichtige Importe aus dem Ausland zu finanzieren. Ob dies tatsächlich gelingen wird, darf aber bezweifelt werden. Denn eine Währung kann nur dann sinnvoll genutzt werden, wenn ausreichend Menschen damit auch handeln möchten – was beim Petro eher fraglich zu sein scheint.

Via: The Guardian


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