Die heutige Arbeitswelt bringt es mit sich, dass die meisten Jobs im Sitzen im Büro erledigt werden können. Dies ist einerseits natürlich bequemer als auf dem Feld zu ackern, kann aber langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen. So lässt sich mangelnde Bewegung durch zu langes Sitzen sowohl mit dauerhaften Rückenschäden als auch mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems in Verbindung bringen. Ein Team aus Studenten der Hochschule Aachen hat nun aber eine technische Lösung für diese Problematik entwickelt: Eine smarte Sitzauflage namens Physiosense. Diese verfügt über Bewegungssensoren und meldet sich, sobald die Sitzdauer eine kritische Grenze erreicht. Das ist dann der Moment, an dem man den Bürostuhl für eine Weile verlassen und sich etwas bewegen sollte.


Copyright: Physiosense
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Die Sensoren erkennen auch eine falsche Sitzhaltung

Dafür kann beispielsweise die dazugehörige Smartphone-App genutzt werden, in die einige kurze Workout-Videos integriert sind. Neben der reinen Dauer spielt allerdings auch die Sitzhaltung eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Rückenproblemen. Diese sind inzwischen zu einer Art Volkskrankheit geworden: Jährlich entstehen Kosten von rund 49 Milliarden Euro durch Rückenschmerzen und deren Folgen. Auch dabei kann Physiosense allerdings weiterhelfen. Denn die smarten Sensoren analysieren auch die Sitzhaltung und schlagen Alarm, sobald es dabei bedenkliche Fehlentwicklungen gibt. Auf seiner Smartphone-App erhält der Nutzer dann Hinweise für eine Verbesserung der eigenen Sitzhaltung.

Für die Bewegung muss der Nutzer selbst sorgen

Die Technik kann dabei direkt in den Stuhl integriert werden oder mit Hilfe einer speziellen Sitzauflage genutzt werden. Bisher existiert bereits ein funktionierender Prototyp, der nun im Laufe der nächsten Monate zur Marktreife gebracht werden soll. Für den Vertrieb arbeitet das Startup dabei mit Experten aus der Physiotherapie und der Sportmedizin zusammen. Diese installieren das Produkt beim Kunden und stehen dabei direkt für Rückfragen zur Verfügung. Denn natürlich gilt: Die App alleine verhindert noch keine gesundheitlichen Beschwerden – sie kann nur davor warnen. Der Nutzer muss schon selbst regelmäßig für etwas Bewegung sorgen und auf eine sinnvolle Sitzhaltung achten.


Via: Physiosense

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