Die Suche nach einem freien Platz im Parkhaus kann schnell sehr nervig werden. Die Wege sind in der Regel eng, die Luft schlecht und es ist vergleichsweise dunkel. Am Pariser Flughafen managt daher inzwischen der Roboter Stan den Betrieb in einem Parkhaus. Dieser funktioniert wie ein riesiger Hubwagen und hebt die Autos an die richtige Stelle. In Stuttgart haben der Autozulieferer Bosch und der Fahrzeughersteller Mercedes diesen Ansatz nun ebenfalls in die Tat umgesetzt. Allerdings kommt dort kein Roboter zum Einsatz, sondern das Auto kommuniziert mit dem Parkhaus und wird dann automatisch auf einen freien Parkplatz geleitet. Ein menschlicher Fahrer wird dafür nicht mehr benötigt.


Foto: Bosch

Der automatisierte Parkservice spart Zeit und Klimaemissionen

Das sogenannte „Automated Valet Parking“ soll eine Reihe von Vorteilen mit sich bringen. So müssen die Fahrer ihr Auto nur im Eingangsbereich abstellen und sparen sich so die Zeit für die Suche nach einem freien Parkplatz. Den Angaben der beiden Unternehmen zufolge könnten pro Fahrer so jährlich im Schnitt rund 60 Stunden an Suchzeit eingespart werden – vorausgesetzt sämtliche Parkhäuser würden mit der neuen Technik ausgestattet werden. Außerdem können unnötige Suchfahrten vermieden werden, sodass weniger Klimaemissionen verursacht werden. Die Technik parkt zudem deutlich besser ein als der Mensch. Die Kapazität der Parkhäuser steigt daher um rund zwanzig Prozent – und Kratzer und Dellen gehören der Vergangenheit an.

Die Technik ist in Neuwagen bereits integriert

Erstmals in der Praxis zum Einsatz kommen soll die Technik im Parkhaus des Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. Allerdings zunächst nur in Kombination mit einem Fahrzeugverleih. Per App kann dort ein Auto reserviert werden, das dann automatisch vorfährt und nach der Rückgabe auch selbstständig wieder einen Parkplatz sucht. Mit dem eigenen PKW kann die Funktion hingegen noch nicht genutzt werden. Rein technisch betrachtet wäre dies allerdings kein Problem: Das „Automated Valet Parking“ basiert auf Technik, die auch heute bereits in Neuwagen verbaut wird. In naher Zukunft ist aber zunächst ein gemischter Betrieb geplant. Neben dem automatisierten Parkservice, sollen also auch weiterhin Autos von ihren menschlichen Fahrern eingeparkt werden können.


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