Immer mehr Plastikmüll verschmutzt die Strände und Ozeane in aller Welt. Eine Studie der „Ellen MacArthur Foundation“ kam in diesem Zusammenhang vor kurzem zu dem erschreckenden Ergebnis, dass im Jahr 2050 mehr Plastikteile als Fische in den Weltmeeren schwimmen werden. Zumindest, wenn es der Menschheit nicht gelingen sollte, eine Lösung für die Problematik zu finden. Der Konsumgüter-Hersteller Procter & Gamble ist an der Plastikverschmutzung nicht ganz unschuldig, immerhin werden die meisten Produkte des Konzerns damit verpackt. In Frankreich hat das Unternehmen nun allerdings ein interessantes Pilotprojekt gestartet. Dort sollen Shampoo-Flaschen auf den Markt kommen, die zu 25 Prozent aus altem Plastikmüll von den Stränden der Normandie bestehen.


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Zunächst werden einige hunderttausend Flaschen produziert

Konkret geht es dabei um Flaschen der bekannten Marke Head & Shoulders, die exklusiv in der Supermarktkette Carrefour im Angebot sein werden. Wie viele Flaschen mit Plastikmüllanteil dazu produziert werden, wurde im Detail noch nicht bekannt gegeben. Eine Konzernsprecherin sprach allerdings von „hunderttausenden“. Erweist sich das Pilotprojekt dann als erfolgreich, könnte das Altmaterial zukünftig auch vollständig in den Produktionsprozess integriert werden. Spätestens dann würde sich ein deutlich positiver Effekt in der Umweltbilanz des Konzerns ergeben. Zudem wird das Experiment auch von anderen Unternehmen der Branche interessiert verfolgt. Im Erfolgsfall dürften auch diese langfristig nachziehen und die eigenen Produktionsprozesse anpassen.


Bisher sammeln Freiwillige den Müll ein

Das nun gestartete Pilotprojekt wird zudem von der Organisation TerraCycle unterstützt. Diese besitzt insbesondere im Bereich Recycling eine große Expertise und soll helfen, die entsprechenden Prozesse möglichst effizient zu gestalten. Das benötigte Plastik von den Stränden im Norden Frankreichs wird aktuell von Freiwilligen gesammelt und zur Verfügung gestellt. Wenn die Produktion aber großflächig umgestellt werden soll, dürfte auch die Sammlung des Plastikmülls neu organisiert werden müssen. Denkbar wäre dann beispielsweise eine Zusammenarbeit mit dem Ocean Cleanup Project. Dabei wird der Plastikmüll direkt im Meer eingesammelt und könnte dann zumindest teilweise sinnvoll weiter verarbeitet werden. Aber auch eine Kooperation mit ähnlichen Projekten ist denkbar.

Via: Businessgreen

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