Bitcoins gelten weltweit als die erfolgreichste Kryptowährung. Allerdings verlief die Geschichte des digitalen Zahlungsmittels auch sehr wechselhaft. So waren die virtuellen Coins im Jahr 2014 die Währung mit dem höchsten Wertverlust überhaupt. Anschließend setzte allerdings ein Höhenflug ein, der inzwischen dafür gesorgt hat, dass ein Bitcoin mehr wert ist als eine Feinunze Gold. Aufgrund dieser gewaltigen Kursschwankungen eignen sich Bitcoins nur schlecht als Geldanlage für Privatleute.


Für die Sicherheitsbehörden bringt die Währung aber noch ein ganz anderes Problem mit sich: Die Zahlungsvorgänge werden anonym abgewickelt. Wenn man so möchte handelt es sich also um das Bargeld der virtuellen Welt.

Bitcoins


Bitcoins erschweren den Behörden die Verbrechensbekämpfung

Da ist es kein Wunder, dass nicht nur zwielichtige Gestalten, sondern auch echte Verbrecher gerne auf Bitcoins als Zahlungsmittel zurückgreifen. So werden Drogengeschäfte und der Handel mit Kinderpornografie heute zu einem nicht unerheblichen Teil über die anonyme Währung abgewickelt. Für die Polizisten wird die Ermittlungsarbeit dadurch deutlich komplizierter. Denn ein bewährtes Mittel – der scheinbare Ankauf illegaler Ware durch einen verdeckten Ermittler – kann dadurch nicht genutzt werden. Im Landkreis Benton County im US-Bundesstaat Arkansas hat die Polizei nun aber ein Pilotprojekt gestartet. Dort werden von staatlicher Seite Bitcoins geschürft und angekauft. Dies geschieht nicht mit Gewinnabsicht, sondern um einen Fuß in die Tür des Darknet zu erhalten.

In Arkansas kann belastendes Material mit Bitcoins gekauft werden

Denn insbesondere beim Thema Kinderpornografie ist es für die Ermittler oft nicht leicht, mit der Szene in Kontakt zu treten. Klassische Zahlungsmittel wie eine Kreditkarte werden in der Regel nicht akzeptiert. Selber entsprechendes Material anzubieten, ist für die Polizisten aber natürlich auch keine Option. Mit den Bitcoins eröffnet sich eine neue Möglichkeit: Die Polizisten können Material zum Schein ankaufen und anschließend den Verkäufer identifizieren. Auf diese Weise soll nicht nur gegen Personen in Arkansas selbst vorgegangen werden, sondern die gesamte Szene ins Visier genommen werden. Im April wird dann geschaut, ob das Pilotprojekt erfolgreich war. Falls ja, ist eine Ausweitung auf andere Standorte denkbar.

Via: FAZ

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.