Über die Problematik von Plastikmüll, der die Weltmeere verstopft, gibt es eine Menge zu lesen. Je nach Quelle wächst der Müllberg in den Ozeanen pro Jahr zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen an. So richtig etwas darunter vorstellen kann man sich aber nicht. Zumindest nicht, bis man die aktuellen Fotos der Fotografin Caroline Power sieht, die auf der Karibikinsel Roatán lebt. Die Fotos wurden in der Nähe einer Insel bei Honduras aufgenommen und zeigen eindrucksvoll und erschreckend, warum Plastikmüll in den Meeren ein akutes Problem ist.


Bild: Caroline Power

Karibik: Das Meer ist voller Müll

Wer an die Karibik denkt, der stellt sich traumhaft weiße Strände und kristallklares Wasser vor. Die Bilder von Power zeigen, dass das nicht uneingeschränkt zutrifft. Das auf der Oberfläche schwimmende Plastik erstreckt sich bis zum Horizont. Power findet dazu die einzig passenden Worte: „This has to stop.“ Laut der Blue Planet Society kann es sein, dass der Abfall über den Fluss Montagua in Guatemala ins Meer gespült wurde.

Bild: Caroline Power

Power verbindet mit der Veröffentlichung der Fotos wohl die Hoffnung, dass sie die Menschen dafür zu sensibilisieren, weniger Plastikmüll zu produzieren. In ihrem Facebook-Post schrieb sie: „Think about your daily lives. How did you take your food to go last time you ate out? How was your last street food served? Chances are it was styrofoam and served with a plastic fork and then put in a plastic bag. Do you still use plastic garbage bags? Plastic soda bottles? Ziplock bags? Plastic wrap on your food? Do you buy toilet paper that comes wrapped in plastic instead of paper? Do you put your fruit and veggies in produce bags at the grocery?“


Die Menschheit ist als globale Gemeinschaft gefordert

Power forderte Menschen und Unternehmen auf, eine Woche lang den Plastikmüll nicht wegzuschmeißen, sondern zu behalten. „You will be disgusted by how many single-use items you use“, so die Fotografin.

Bild: Caroline Power

Jedes Jahr wächst die Menge an Plastikmüll in den Weltmeeren weiter an. Und es handelt sich dabei nicht nur um ein optisches Problem. Bis zu 600 Arten auf der ganzen Welt werden durch Plastikmüll bedroht. Jährlich sterben etwa 100.000 Meeresbewohner und mehr als eine Million Vögel direkt oder indirekt an Plastikmüll. Es ist Zeit, dass sich die Menschheit ihrer Verantwortung ein bisschen deutlicher bewusst wird.

 

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2 Kommentare

  1. tomwe1

    27. Oktober 2017 at 16:43

    globele gemeinschaft ist das ein witz in der aussage ??

    wir bekommen es ja noch nicht mal gegacken cannabis für kranke frei zu geben und dann plastik

    nene leute das wird nix erst die gier des homosapiens dann fette suv dann evtl plastik !!

    also in dem jahr 1000 nicht mehr

    ich lach misch weg

  2. Felix Dalang

    27. Oktober 2017 at 17:32

    100% Einverstanden.
    By the way … habt ihr den Reklamemüll in dieser Rubrik bemerkt? Wenn nicht, er wirkt dennoch subliminal auf uns. Müll, Müll, allüberall. Im Meer und in unseren Hirnen. Uebrigens: Internet ist nicht gratis. Wir bezahlen es zweimal: zum einen mit unserer persönliche Integrität, die unbemerkt beeinflusst wird, zum andern natürlich auch implizit mit dem Verkaufspreis der beworbenen Produkte.

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