In vielen Städten ist die Luftverschmutzung teilweise sehr deutlich zu sehen. So ist der Smog in Peking und Neu Delhi inzwischen ein bekanntes Phänomen. Doch auch wenn die Luft auf den ersten Blick sauber zu sein scheint, kann sie durchaus erheblich belastet sein kann. Ein Beispiel dafür ist Stuttgart. Die Stadt liegt malerisch in einem Talkessel, überschreitet regelmäßig aber bereits nach wenigen Wochen im Jahr die zulässigen Grenzwerte in Sachen Feinstaubbelastung. Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Feinstaub in Europa für den frühzeitigen Tod von rund 400.000 Menschen pro Jahr verantwortlich ist. Der Unternehmer Clifton Roozeboom hat daher das Startup Myriad Sensors gegründet, um jedem ein eigenes Messinstrument an die Hand zu geben.


Foto: ‎Myriad Sensors

Der Air Quality Index setzt auf Daten von Freiwilligen

Die Sensoren im Inneren des kleinen Koffers können so unterschiedliche Werte wie die Temperatur, den Luftdruck, die Luftfeuchtigkeit, die Feinstaubdichte, die Lichtstärke und die Kohlenstoffdioxid- und Ozonbelastung genau bestimmen. Die gesammelten Daten werden dann auf eine dazugehörige App auf dem Smartphone übertragen und dort ausgewertet. Am Ende lässt sich so eine sehr profunde Aussage über die Luftqualität vor Ort treffen. Die gemessenen Werte können zudem auch geteilt werden. Dies kann etwa Sinn machen, um am Projekt „Air Quality Index“ teilzunehmen. Dafür sammeln tausende Menschen in aller Welt regelmäßig Daten zur Luftqualität, um die Problematik detailliert zu dokumentieren und besser zu verstehen.

Bei Kickstarter war die Kampagne ein voller Erfolg

Das PocketLab Air wiegt nur 180 Gramm und kann somit problemlos transportiert werden. Gleichzeitig ist es aber auch so robust gebaut, dass auch extreme Missionen möglich sind. So sprechen die Entwickler beispielsweise davon, das Mini-Labor mit einem Wetterballon oder einer Drohne auch in große Höhen transportieren zu können. Wer sich ein eigenes kleines Labor für die Messung der Luftqualität anschaffen möchte, muss mit Kosten in Höhe von rund 170 Euro rechnen. Finanziert wurde die Produktion durch eine erfolgreiche Kampagne bei Kickstarter. Dort sollten ursprünglich rund 21.000 Euro eingesammelt werden. Inzwischen kam aber bereits mehr als das Dreifache zusammen. Auch dies ein Zeichen dafür, dass das Thema Luftverschmutzung immer stärker an Relevanz gewinnt.


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