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Premiere: Die ersten drei Pazifikinseln ratifizieren den Weltklimavertrag

Auf der Weltklimakonferenz in Paris Ende des vergangenen Jahres spielten die kleinen Pazifikinseln eine wichtige Rolle. Ihnen gelang es, eine breite Koalition zu schmieden und auf die elementare Bedeutung einer Einigung hinzuweisen. Auf diese Weise wurde es möglich, das Ziel einer Begrenzung des Temperaturanstiegs auf maximal zwei Grad in der Endfassung des Vertrags festzuschreiben. Vor Ort bekannten sich dann die Vertreter aller 195 Staaten zu diesem Ziel. Nun allerdings müssen die einzelnen Staaten dieses Vertragswerk auch noch ratifizieren und das Ziel durch konkrete Maßnahmen mit Leben füllen. Auch hier sind es die kleinen Pazifikstaaten, die vorangehen: Die Fidji Inseln, Palau und die Marshallinseln sind die ersten drei Staaten, die das Vertragswerk offiziell ratifiziert haben.

By Christopher Michel from San Francisco, USA (JJ7V2741.jpg) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

By Christopher Michel from San Francisco, USA (JJ7V2741.jpg) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Die Marshallinseln sind doppelt vom Klimawandel betroffen

Als bislang letztes Land kamen dabei die Marshallinseln hinzu, deren Parlament dem Vertragswerk Ende vergangener Woche zustimmte. Die Insel ist dabei auf doppelte Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen. Einerseits drohen die Inseln bei einem zu stark steigenden Meeresspiegel im Wasser zu versinken. Auf der anderen Seite ist die kleine Republik aber auch von einer lang anhaltenden Dürre betroffen, die von Experten auch mit den globalen Klimaveränderungen in Zusammenhang gebracht werden. Seit dem Jahr 2013 müssen die Inseln daher sogar Trinkwasser importieren- was extrem kostspielig ist und die finanziellen Ressourcen des Landes übersteigt.

In den nächsten Wochen zieht der Rest der Weltgemeinschaft nach

Erst vor kurzem wurde daher der nationale Notstand ausgerufen. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass die Marshallinseln zu den engagiertesten Verfechtern einer internationalen Klimavereinbarung gehören. Insbesondere der ehemalige Außenminister Tony de Brum spielte dabei in Paris wichtige Rolle und gilt als einer der Köpfe hinter der großen Klimakoalition. Inzwischen hat er daher einen neuen Job erhalten: Er ist offizieller Klimabotschafter der Marshallinseln. Es wird erwartet, dass in den nächsten Monaten auch die restlichen Staaten der Welt den Weltklimavertrag ratifizieren werden. Am 22. April treffen sich die Staaten der Welt dann in New York zur offiziellen Vertragsunterzeichnung.

Via: Business Green

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