In einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt gewinnt die Fähigkeit zu Programmieren beständig an Bedeutung. Teilweise wird daher bereits gefordert, das entsprechende Grundwissen sollte schon in der Schule vermittelt werden. Dies ist aber vermutlich einfacher gesagt als getan. Denn es dürfte gar nicht so einfach sein, eine ausreichend große Zahl an Lehrern zu finden, die über die benötigten Fähigkeiten verfügen. Google wählt daher nun einen anderen Ansatz: Der Konzern hat ein Modulsystem entwickelt, das Kinder auf spielerische Art an das Programmieren heranführen soll. Das Project Bloks richtet sich dabei nicht nur an Schulen, sondern vor allem auch an Spielzeughersteller.


Bild: Google
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Einzelne Blöcke lassen sich verbinden und ergeben Programmabläufe

Diese könnten das grundlegende System nutzen, um daraus spannende Spiele zu entwickeln. In ihrer grundlegenden Version erinnert die Plattform dabei ein wenig an das klassische Lego-Prinzip. So gibt es kleine viereckige Blöcke, die jeweils über vier Anschlüsse verfügen und beliebig miteinander kombiniert werden können. Steckt man diese dann richtig zusammen, ergeben sich simple Programmabläufe. So wurde ein Prototyp namens Coding Kit entwickelt. Diesen nutzten Kinder, um einem per WLAN verbundenen Roboter bestimmte Aufgaben zu übermitteln. So sorgten sie dafür, dass der Roboter ein Quadrat zeichnete und sich anschließend um sechzig Grad drehte – und ließen ihn diese Sequenz dann sechsmal wiederholen.


Die Plattform kann von anderen Herstellern für eigene Produkte genutzt werden

Dabei handelte es sich natürlich noch um kein vollwertiges Spiel, sondern eine Technikdemonstration. Das Potential der Plattform wurde allerdings gleichwohl sichtbar. Ähnlich wie bei Googles Smartphone-Betriebssystem Android ist das Ganze zudem als Open Source konzipiert. Andere Unternehmen können die Plattform also nutzen und in eigene Produkte integrieren. Google-Mitarbeiter arbeiten in Kooperation mit der Stanford University dabei bereits seit längerem an Project Bloks – bisher aber eher im Geheimen. Nun entschloss sich der Konzern an die Öffentlichkeit zu gehen, um Partner aus der Spielzeugindustrie zu finden. Wann allerdings das erste marktreife Produkt veröffentlicht wird, ist noch nicht abzusehen.

Via: Google

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