In Europa und den Vereinigten Staaten sehen die meisten Autobauer Elektrofahrzeuge als Fortbewegungsmittel der Zukunft an. In Asien hingegen wird oftmalls eher das Wasserstoffauto präferiert. Es ist daher kein Wunder, dass Toyota mit dem Modell Mirai auch das erste in Großsserie produzierte Brenstoffzellenfahrzeug auf den Markt brachte. In Japan ging die Markteinführung allerdings auch mit erheblichen staatlichen Subventionen einher: Der Kauf des Autos wurde mit 14.000 Euro bezuschusst. In anderen Ländern fehlen solche Kaufanreize, sodass die Brennstoffzellentechnologie global noch keinen Durchbruch auf dem Massenmarkt erzielen konnte. Toyota scheint von der Technologie allerdings überzeugt zu sein und hat nun eine neue Anwendungsmöglichkeit präsentiert: Einen Lastwagen mit Brennstoffzelle.


Foto: Toyota

Eine Tankladung soll rund 320 Kilometer weit reichen

Dies ist vor allem auch deshalb interessant, weil Tesla erst vor wenigen Tagen ankündigte, zeitnah einen Elektro-Lastwagen präsentieren zu wollen. Sollten beide Projekte realisiert werden, wäre ein direkter Vergleich zwischen den beiden Technologien möglich. Der von Toyota präsentierte Prototyp wird von zwei Brennstoffzellen angetrieben, die dem Toyota Mirai entnommen wurden. Eine Tankladung soll ausreichen, um rund 320 Kilometer zurückzulegen. Konzipiert wurde der Lastwagen vor allem zum regelmäßigen Transport von Waren über eine kurze Distanz – etwa in Häfen. Die Machbarkeitsstudie, die darüber entscheiden soll, ob das Projekt weiterverfolgt wird, wird daher auch im Hafen von Los Angeles stattfinden und bereits diesen Sommer beginnen.

Auch Amazon setzt auf die Brennstoffzelle zum Warentransport

Toyota ist aber bei weitem nicht das einzige Unternehmen, dass an die Zukunft der Brennstoffzellentechnologie im Transportsektor glaubt. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Amazon in seinen Warenlagern Gabelstapler mit der Wasserstoff-Technologie zum Einsatz bringen wird. Mehr noch: Der Konzern sicherte sich auch die Option, 23 Prozent der Anteile am Hersteller Plug Power zu übernehmen. Aus klimatechnischer Sicht ist der Einsatz von Wasserstofffahrzeugen allerdings nicht über jeden Zweifel erhaben. Zwar wird während der Fahrt nur Wasserdampf abgegeben, aber der benötigte Wasserstoff wird zumeist aus Erdgas hergestellt – die Emissionen fallen also bereits vor der Fahrt an. An umweltfreundlicheren Alternativen wird aber bereits geforscht.


Via: CNET

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