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Propella: Leichtes E-Bike mit 45 Kilometer Reichweite für unter 1000 Euro

Das US Start-up Propella möchte mit dem gleichnamigen Bike das günstigste Elektrofahrrad anbieten, das bisher gebaut wurde. Dabei setzt das Team rund um Gründer Behyad Ben Tarassoli auf ein schlichtes Design und leichte Komponenten. Propella ist ein Mix aus Elektrofahrrad und Pedelec, verfügt über einen Singlespeed-Antrieb und optional auch über eine 6-Gang Shimano Schaltung. Der Akku nimmt den Platz der Trinkflasche ein und ist baugleich mit denen, die Tesla im aktuell Model S nutzt. Dem Hersteller zufolge beträgt die Reichweite 45 Kilometer, das Bike wiegt weniger als 16 Kilogramm und die maximale Geschwindigkeit wird auf 30 km/h datiert. Trotz der guten Eigenschaften hat das Propella-Bike ein bis zwei kleinere Haken. Welche das sind, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Propella E-Bike

Propella ist ein günstiger Mix aus E-Bike und Pedelec

Das Propella E-Bike sieht schick aus und ist vom Deign her an die leichten Fixies angelehnt. Gelungen ist der Akku, samt einfachem Klickmechanismus. Zudem kann die Geschwindigkeit beziehungsweise die Antriebskraft mittels Hebel am Lenker reguliert werden. Die nötigen Informationen zum Akku-Stand, der aktuellen Geschwindigkeit sowie der anliegenden Kraft vermittelt das ebenfalls am Lenkervorbau integrierte Display, das meiner Meinung nach ein wenig klobig wirkt, aber das ist Geschmackssache. Der verbaute Akku hat eine Kapazität von 0,2 kWh, die bei 6,6 Amperestunden erreicht werden. Der Hinterradmotor leistet solide 250 Watt. Wer faul ist, der kann sich komplett auf den Motor verlassen und muss nicht selbst in die Pedale treten. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit den Motor unterstützend zuzuschalten. Dafür stehen fünf Stufen zur Auswahl, diese unterscheiden sich in den einzelnen Intensitäten der Hilfestellung. Nach den 45 Kilometer Gesamtreichweite muss der Akku für 2,5 Stunden geladen werden. Das geht ganz gut und locker über ein USB-Kabel.

Propella E-Bike

Abstriche bei den Komponenten

Experten empfehlen beim Kauf von E-Bikes auf die einzelnen Komponenten zu achten. Neben dem Akku, der von Marken-Herstellern stammen sollte (bspw. Bosch), ist ein haltbares Schaltwerk nicht von Nachteil. Zudem sollten bei E-Bikes, die schnell 25 km/h und mehr erreichen können, auch gescheite Bremsen verbaut werden. Waren hydraulische Scheibenbremsen bei normalen Fahrrädern ohne Motor schon too much, sollten diese bei E-Bikes mindestens verbaut sein um die Kraft des Elektromotors entsprechend effizient abfangen zu können. Und hier kommen wir auch schon zum Manko des Propella. Der Hersteller setzt auf gewöhnliche Felgenbremsen, die für den E-Antrieb etwas schwach sein dürften und eher für Rennräder konzipiert wurden. Zu Gunsten der Anschaffungskosten, wird folglich bei den Sicherheitskomponenten gespart. Dieser Umstand könnte letztlich auch entscheidend dafür sein, dass das Propella-Bike zunächst nicht nach Deutschland kommt. Insgesamt zeigt das Start-up jedoch in welche Richtung es in Zukunft gehen könnte. Die Bremsen lassen sich nachrüsten und dürften den Preis dann wohl etwas über 1000 Euro heben. Das wäre immerhin noch verhältnismäßig günstig, sollten der Akku und auch der Antrieb hochwertig sein.

Aktuell wird das Elektrofahrrad Propella per Crowdfunding auf Indiegogo finanziert. Die angestrebten 40.000 US-Dollar wurden bereits erreicht. Einer Produktion steht also nichts mehr im Weg. Wer früh dran war, der konnte sich ein Bike bereits für 600 US-Dollar sichern, das nächst günstige Paket für Unterstützer kostet 700 Euro. Hier ist noch knapp die Hälfte der Bikes verfügbar.

Propella E-Bike im Video

1 Kommentar

  1. Bin mal gespannt wie viel das Rad dann am ende kosten wird …
    Schaut aber auf jedenfall interessant aus.

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