Das US-Startup Proterra entwickelt einen Reisebus mit Elektroantrieb. Die wichtigste Rolle spielt dabei die Batterie. Denn die Passagiere wollen natürlich nicht regelmäßig den nächsten Rasthof ansteuern müssen, um den Akku wieder aufzuladen. Von Beginn an hat Proterra daher immer wieder Testfahrten unternommen, um die maximale Reichweite des Elektrobusses zu testen. Die Entwicklung ist durchaus beeindruckend: Vor zwei Jahren kam der Bus etwas mehr als 400 Kilometer weit. Im vergangenen Jahr war dann nach 966 Kilometern Schluss und in diesem Jahr konnte der neue Rekordwert von 1.772 Kilometern erreicht werden. Tatsächlich handelt es sich sogar um einen Weltrekord: Denn nie zuvor ist ein Elektrofahrzeug eine solch lange Strecke mit nur einer Akkuladung gefahren.


Der Bus soll später einen emissionsfreien Massentransport ermöglichen. Foto: Proterra

Die Fahrt wurde besonders energieeffizient durchgeführt

Noch beeindruckender wird diese Tatsache, wenn man bedenkt, dass der bisherige Rekordhalter ein von Studenten der Universität Offenburg speziell entwickelter Einsitzer namens Schluckspecht E war. Oder anders ausgedrückt: Der Catalyst E max ist 46 mal schwerer als der bisherige Rekordhalter. Absolviert wurde die Langstreckenfahrt auf einem speziellen Rundkurs im US-Bundesstaat Indiana. Auf den dazugehörigen Videos ist aber zu sehen, dass es sich keineswegs um einen Test unter realen Bedingungen handelte. Denn der Bus fuhr mit einer extrem langsamen Geschwindigkeit, um den Energieverbrauch so niedrig wie nötig zu halten. Außerdem musste der Bus nicht bremsen. Die kommerzielle Variante dürfte also mit einer deutlich niedrigen Reichweite auf den Markt kommen.


Die Busse sollen zudem mit autonomer Fahrtechnik ausgestattet werden

Details dazu wollte Pronterra bisher aber noch nicht bekannt geben. Gesichert ist aber die Tatsache, dass der Bus für die Rekordfahrt mit einem 660-kWh-Akku ausgestattet wurde. Zum Vergleich: Tesla nutzt aktuell Akkus mit einer Kapazität von maximal 100 kWh. Die Busse des Startups sollen aber nicht nur emissionsfrei fahren können, sondern zumindest teilweise auch autonom. Um die entsprechenden Technologien ausführlich und unter realen Bedingungen testen zu können, kooperiert das Unternehmen mit den Behörden in Nevada. Der Bundesstaat gilt traditionell als besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien im Bereich der selbstfahrenden Fahrzeuge: Auch die Testautos von Google waren bereits sehr früh auf den Straßen Nevadas unterwegs.

Via: New Atlas

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.