Plastik ist auf der einen Seite extrem praktisch, weil es sich sehr gut formen lässt und dennoch vergleichsweise stabil ist. Wird ein Plastikprodukt allerdings nicht mehr benötigt, bringt dies Probleme mit sich. Denn der Grundstoff ist nicht biologisch abbaubar. Inzwischen gibt es aber eine Vielzahl verschiedener Ansätze, altes Plastik sinnvoll wieder zu verwenden. Kameruns Fußballlegende Roger Milla leitet beispielsweise ein Projekt, bei dem aus Plastikmüll Baumaterialien werden. Ebenfalls einen interessanten Ansatz wählten die drei Erfinder Dennon Oosterman, Alex Kay und David Joyce. Sie entwickelten eine Maschine, die aus Plastik Filament für den 3D-Drucker macht. Auf diese Weise können also alte Plastikflaschen genutzt werden, um 3D-Modelle zu kreieren.


Via: Popsci Foto: Jill Shomer
Via: Popsci Foto: Jill Shomer

Den drei Erfindern war das gekaufte Filament zu teuer

Entstanden ist die Idee dabei, weil den Dreien der Kauf von immer neuem Filament zu teuer war. Sie suchten daher nach einer Methode, alte und nicht mehr benötigte Modelle wieder für einen neuen Druck verwenden zu können. Heraus kam dabei der rund 700 Dollar teure ProtoCycler. Das alte Plastik wird dabei zunächst in kleine Stücke zerschnitten, dann geschmolzen und gepresst und schließlich auf eine kleine Spule gedreht. Zwei Kameras sorgen dabei dafür, dass das Filament stets die richtige Dicke erhält. Anschließend kann mit dem recycelten Material ganz normal – allerdings deutlich kostengünstiger – gedruckt werden.

Das Recyclingmaterial ist vor allem für Prototypen gedacht

Ganz perfekt ist das System dabei allerdings nicht. So mischen sich verschiedene Plastikfarben einfach. Wer also allen nicht mehr benötigten Plastimüll verwendet, erhält irgendwann nur noch braune 3D-Modelle. Wer dies vermeiden möchte, muss sein Altplastik zuvor nach Farben sortieren. Wird zudem immer wieder ausschließlich das selbe Material verwendet, kommt es auf Dauer zu Qualitätseinbußen: Die gedruckten Modelle werden dann leicht fragil. Der ProtoCycler ist allerdings auch gar nicht gedacht, um perfekte 3D-Modelle zu drucken. Vielmehr ist er konzipiert, um auf günstige Art und Weise eine Vielzahl an Testdrucken zu absolvieren. Für den finalen Druck kann dann auch weiterhin das teure Filament verwendet werden.


Via: Popsci

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1 Kommentar

  1. werner

    24. Februar 2016 at 10:45

    Eine gute Idee, insbesondere für Testprints, die eh meist im Müll landen (oder dann eben wieder recycelt werden). Bleibt zu hoffen, dass der Energieverbrauch gering genug ist.

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