Das Unternehmen Hitachi eine neue Speicherlösung entwickelt, mit der sich Daten auf unbestimmte Zeit speichern lassen. Die Quarzglas Data Technology die das Unternehmen nun der Öffentlichkeit präsentiert hat soll die Daten auch bei extremen Temperaturen und widrigen Bedingungen weiterhin lesbar halten.


Hitachi präsentiert Quarzglas Speicher Technology
Hitachi präsentiert Quarzglas Speicher Technology

Mit dem Prototypen der die neue Technologie nutzt werden die Daten auf einer Fläche von gerade einmal 2 Quadratzentimetern abgelegt. Die Quarzglasscheibe ist nur 2 Millimeter Dick und soll in der Lage sein, 40 Megabyte Daten je Quadratzoll aufzunehmen.


Man will die Speicherkapazität weiter erhöhen

Insgesamt besteht der Prototyp der Quarzglas Data Technology von Hitachi aus vier Schichten. In weiteren Forschungen zu der neuen Entwicklung will man nun eine weitere Lösung entwickeln, die noch mehr Schichten aufweist und damit auch ein höheres Speichervolumen erreicht. Diese Weiterentwicklung sollte allerdings kein Problem darstellen, gab Hitachi Forscher Kazuyoshi Torri an. Generell lässt sich sagen, dass das Volumen der Daten, die jeden Tag erstellt werden, immer größer wird. Allerdings werden die Möglichkeiten, diese Daten für folgende Generationen zu hinterlassen nicht unbedingt in großem Maße verbessert.

Erster Einsatz in Museen oder bei Regierungen

Bislang hat man seitens Hitachi noch nicht bekannt gegeben, wann man die neuen Speichermedien in die Massenproduktion geben will. Allerdings scheint es so, als ob die Quarzglas Data Technology von Hitachi in naher Zukunft von Regierungen, Museen oder religiösen Organisationen zum Speichern ihrer Daten verwendet werden könnte. Zumindest hat man sich seitens Hitachi in diese Richtung geäußert. Ebenfalls auf Glas werden Daten mit der 5D Speichertechnologie abgelegt. Ob Diese auch so haltbar ist allerdings fraglich.

Quelle & Bild

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

3 Kommentare

  1. Johannes

    26. September 2012 at 17:10

    Gab es nicht eine ähnliche Technologie mit deiner Art durchsichtigen Klebeband oder Zuckerwürfeln? bin mal gespannt wann es wirklich Marktreif wird.

  2. werner67

    27. September 2012 at 18:35

    @Johannes: Das war ordinärer tesafilm, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Tesa . Das Problem ist nicht so sehr das Schreiben mit fokussiertem Laser (der bei Quarzglas natürlich etwas mehr Dampf machen muss als bei einer gewöhnlichen DVD), sondern das Auslesen in 3D. Das funktioniert heute nur mit einem Mikroskop (wie bei Mikrofilm) und das ist a) langsam und b) ein ziemlich grosses Teil. Aber die technische Entwicklung schreitet ja rasant voran und vielleicht hat in 10 Jahren jeder einen Datenkristall für sein gesammeltes digitales Leben in der Tasche oder implantiert.

  3. Christian

    28. September 2012 at 10:42

    Erinnert mich auch sehr an Minority Report,wo auch durchsichtige Speicher benutzt wurden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.