Der australische Bundesstaat Western Australia, genauer gesagt die Stadt Perth, wagte jüngst einen bedeutenden Schritt in die Zukunft: Ein fahrerloser Bus, der nicht einmal ein Lenkrad besitzt, kursiert hier jetzt im Stadtverkehr und wird von den Passagieren hervorragend angenommen.


Der Intellibus nähert sich seiner Haltestelle / Foto: RAC Intellibus

Platz für 11 Personen, Durchschnittsgeschwindigkeit 25 km/h

Groß ist er nicht gerade, der Bus der Marke RAC Intellibus, er bietet Platz für bis zu 11 Personen und sieht aus wie eine freundliche Knutschkugel. Das neuartige Gefährt fungiert als Shuttle-Bus auf der South Perth Esplanade, wer an Bord geht, wird sicher erst für einen Moment stocken und den Fahrersitz suchen. Doch es gibt wirklich nur Sitzgelegenheiten für Mitfahrer, der Bus findet seinen Weg ganz von selbst! Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h ist nicht gerade berauschend, doch dabei lässt es sich wunderbar den herrlichen Ausblick auf den Swan River genießen. Hektik im Stadtverkehr gibt es schließlich schon genug, oder? Dieses Projekt ist das erste seiner Art in Australien, die meisten Menschen steigen ganz unbesorgt an Bord.

Kommt mit auf eine kleine Spritztour über die South Perth Esplanade!


Vollelektrischer Antrieb und Notfallbremssystem

Dieser Bus trägt keinesfalls zum typischen Abgas-Smog einer Großstadt bei, er wird vollelektrisch betrieben. Gekostet hat er stolze 250.000 Dollar, die ersten Probefahrten absolvierte das smarte Gefährt auf Privatgelände. Die Tests fielen offenbar zufriedenstellend aus, sonst hätte es der Intellibus nicht bis in den Straßenverkehr geschafft. Doch damit das Konzept Schule macht, ist sicher noch eine deutliche Preissenkung fällig und vielleicht für bestimmte Strecken noch etwas mehr Speed. Der Bus ist mit LiDAR-Technik ausgestattet, hierbei werden Lichtdetektoren und Entfernungsmesser miteinander kombiniert. UV-Strahlen loten den Abstand zu anderen Objekten aus und geben dem System einen Überblick über die Umgebung. Mit dabei sind natürlich auch Kameras, GPS und ein Notfallbremssystem.

Bevor der Bus in Perth seinen Betrieb aufnahm, lotete RAC Vorstandschef Terry Agnew 20 verschiedene mögliche Locations aus und entschied sich schließlich für die Hauptstadt von Western Australia. Nun soll der Intellibus erst einmal auf Herz und Nieren geprüft werden, zum Beispiel darauf, wie sich ein Hackerangriff verhindern lässt.

Quelle: intellibus.rac.com.auperthnow.com.au

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