Einsamkeit und Isolation, dieses Gefühl ist in unseren modernen Zeiten verbreiteter denn je. Eintausend Facebook-Freunde machen noch längst keinen einzigen echten Vertrauten, dem du dein Herz ausschütten kannst und der in schlechten Zeiten zu dir steht. Eine Studie der University of Chicago ergab jetzt, dass Einsamkeit egozentrisch macht und diese Egozentrik zu noch mehr Einsamkeit führt. Je früher ein einsamer Mensch sich also wieder anderen öffnet, desto besser für ihn.


Einsamkeit ist auf Dauer eine schwer zu tragende Bürde.

Egozentrische Menschen fühlen sich später häufig einsam

Sich ab und zu mal zurückzuziehen und ganz auf sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren, kann richtig wohltuend sein. Doch wenn daraus eine dauerhafte Abkapslung von anderen Menschen folgt, beginnt unter Umständen ein schlimmer Teufelskreis, der kaum noch zu durchbrechen ist. Eine längerfristige Einsamkeit lenkt unsere Konzentration immer mehr auf uns selbst und bewirkt dadurch, dass wir uns in unserer Einsamkeit einigeln. Drei Psychologen aus Chicago beschäftigten sich über einen Zeitraum von elf Jahren mit 230 Studienteilnehmern reiferen Alters, das Ergebnis: Wer zu Anfang bereits einen Hang zur Egozentrik aufwies, fühlte sich später mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit einsam. Und wer bereits einsam war, kreiste im Laufe der Jahre immer mehr um sich selbst.

Diese Videoreihe zeigt Wege aus der Einsamkeit


Einsame Menschen erkranken schneller und genesen langsamer

Das Gefühl der Einsamkeit stellt ein wichtiges Signal dar, nämlich nicht, mehr auf sich selbst zu schauen, sondern sich anderen zu öffnen: Nur so lässt sich der Teufelskreis durchbrechen. Ein erster Schritt wäre es vielleicht, eine vormals wichtige Person zum Geburtstag anzurufen statt ihr eine Whatsapp-Nachricht oder eine kurze Mail zu senden: Alte Beziehungen zu reaktivieren fällt oft leichter, als neue zu beginnen! Und wenn es zu den damaligen Freunden keine echten Anknüpfungspunkte mehr gibt, dann solltest du besser den Sprung ins kalte Wasser wagen und versuchen, frische Kontakte zu knüpfen, denn die soziale Isolation bringt äußerst negative Begleiterscheinungen mit sich: Einsame Menschen erkranken schneller, gesunden langsamer und können sogar früher sterben als Personen, die lebendige Beziehungen pflegen – dies ergaben frühere Studien. Umgebt euch aber nicht wahllos mit einer großen Anzahl von Menschen, nur, um nicht mehr einsam zu sein, denn das hilft kaum weiter. Enge menschliche Verbindungen sind es, die wirklich zählen!

Quelle: welt.de

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