Die Menschheit träumt bereits seit längerem davon, eines Tages den Mars zu besiedeln. Entsprechende Science Fiction Literatur lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Nie war man diesem Traum allerdings so nah wie heute. Schon bis zum Jahr 2030 möchte die US-Weltraumbehörde NASA eine erste bemannte Mission zum roten Planeten schicken. Anschließend haben gleich mehrere Organisationen und Initiativen angekündigt, eine menschliche Marskolonie aufbauen zu wollen. Aus rein logistischer Sicht macht die Auswahl des Mars dabei Sinn: Er ist der mit Abstand erdnächste Planet. Besonders lebensfreundlich sind die Bediengungen dort aber nicht. Der Mensch kann dort nur überleben, wenn er zeitnah eine entsprechende Infrastruktur aufbaut.


Copyright: RedWorks
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Aus der Marsoberfläche wird ein flexibler Baustoff generiert

Genau hier kommt die Firma RedWorks in Spiel. Diese möchte sich als Zulieferer für eine Marskolonie etablieren und hat daher einen interessanten Ansatz entwickelt. Die grundlegende Idee dabei ist recht simpel: Was auf dem Mars selbst gebaut werden kann, muss nicht mühselig von der Erde heraufgebracht werden. Allerdings sind auf dem roten Planeten die klassischen menschlichen Baumaterialien nicht vorhanden. Die smarte Lösung: Ein 3D-Drucker, der das Material der Marsoberfläche nutzt, dieses erhitzt und daraus dann einen formbaren Baustoff macht. Theoretisch lässt sich auf diese Weise eine ganze Siedlung auf dem Planeten errichten – und es wird enorm viel Zeit und Treibstoff eingespart.

Smarte Software findet den optimalen Bauplatz

Doch die Erfindung geht noch einen Schritt weiter. Die Entwickler haben sich nämlich auch steinzeitliche und Antike Behausungen auf der Erde angesehen. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass diese oftmals geschickt in die geologischen Gegebenheiten integriert wurden. Eine eigens entwickelte Software soll dieses Konzept nun auf den Mars übertragen: Sie scannt die Oberfläche ab und entscheidet dann, an welcher Stelle ein Gebäude mit möglichst wenig Materialeinsatz errichtet werden kann. Bevor die Technik allerdings tatsächlich im Weltall zum Einsatz kommt, soll sie nun zunächst auf der Erde in einer marsähnlichen Umgebung getestet werden.


Via: Fast Company

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