Bei traditionellen Segelschiffen gehörte der Mast zu den wichtigsten Teilen des Schiffes. Dieser war möglichst hoch gebaut und stets mit einem Besatzungsmitglied besetzt. Auf diese Weise konnte ein weiteres Feld überblickt werden. Mit Hilfe von Signalen war auch die Kommunikation mit anderen Schiffen möglich. Bei modernen Kriegsschiffen kommen derart hohe Masten nicht mehr zum Einsatz. Ein Forschungsprojekt hat nun allerdings eine Technik entwickelt, mit deren Hilfe Kommunikations- und Überwachungstechnik in die Luft gehoben werden kann. Ganz wie bei einem klassischen Mast soll so die Übersicht erleichtert und die Kommunikation verbessert werden.


Credit: DARPA
Credit: DARPA

Der Drachen erreicht Höhen von mehr als 450 Metern

Die Technik basiert dabei auf demselben Prinzip wie ein Winddrachen, mit dem die meisten in ihrer Kindheit schon einmal gespielt haben dürften. Die Geräte werden mit Hilfe eines riesigen Segels in die Luft gehoben und können so eine Höhe von mehr als 450 Metern erreichen. Angst vor einer Windflaute muss die Besatzung dabei nicht haben. Solange sich das Schiff bewegt, hält sich der Überwachungsdrachen auch in der Luft. In die Luft gehoben werden kann dabei ein Gewicht von bis zu 68 Kilogramm. Genau hier liegt auch der Vorteil gegenüber dem Einsatz von Drohnen. Diese können zumeist nur deutlich weniger Gewicht in die Luft heben. Außerdem benötigen sie dazu regelmäßige Energiezufuhr, während die Drachentechnik alleine auf die Kraft des Windes setzt.

Entwicklung geschah in Zusammenarbeit mit der US Navy

Das „Towed Airborne Lift Of Naval Systems (TALONS)” genannte System wurde dabei bereits ausgiebig getestet – zunächst an Land und dann auch auf dem Wasser. Dabei kamen auch verschiedene Varianten zum Einsatz, die speziell auf bestimmte Schiffstypen zugeschnitten wurden. So gibt es die Möglichkeit den Drachen von Hand zu starten und wieder einzuholen, bei größeren Schiffen kann dies aber auch automatisch erfolgen. Der TALONS-Drachen wurde in Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung der US-Navy entwickelt und könnte daher schon bald auch in der Praxis zum Einsatz kommen.


Via: Darpa

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping
Tags

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.