Das Unternehmen Rinspeed sorgt mit seinen Konzeptwagen regelmäßig für Aufsehen. Anfang diesen Jahres präsentierte Rinspeed auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas das Oasis-Konzept, ein autonom fahrendes Elektrofahrzeug mit einem im Armaturenbrett integrierten Garten. Und auch dieses Jahr wird Rinspeed auf der CES am Start sein. Das Konzeptauto „Snap“ zeichnet sich durch eine beliebig austauschbare Fahrerkabine aus. Wirklich neu ist die Idee jedoch nicht.


Bild: Rinspeed

Modulares System aus Kabine und Unterbau

Das Snap-Konzept spielt auf das „Snap“-Geräusch an, das entsteht, wenn die austauschbare Passagierkabine mit dem „Skateboard“ verbunden wird, wie Rinspeed den Unterbau mitsamt dem Fahrwerk und dem Antrieb bezeichnet. Ganz neu ist der Gedanke nicht. Bereits 2002 zeigte General Motors das AUTOnomy-Konzept, das auf die gleiche Idee beruhte. „If our vision of the future is correct, and we think it is, AUTOnomy could reinvent the automobile and our entire industry. It will take a little getting used to, but it’s maximum freedom, maximum space for people and their stuff. There wouldn’t be foot pedals or a steering column. The body shape could be anything you want it to be. Customers could have multiple bodies and swap them depending on their needs. We’ve chosen this futuristic two-seater, but next, we might do a mobility body that allows a wheelchair user to roll into the driving position, or a 10-seat transit bus. We’ve even talked about a seating position that puts the driver up front, like a helicopter pilot“, beschrieb GMs Vice President of Research and Development and Planning Larry Burns damals das Konzept. Das „Skateboard“-Konzept kam noch bei zwei weiteren Designstudien von General Motors 2004 und 2006 zum Einsatz. Auch das im Oktober dieses Jahres vorgestellte Konzept „Silent Utility Rover Universal Superstructure (SURUS)“ beruhte auf dieser Idee.

Auch General Motors SURUS-Konzept beruht auf dem modularen Gedanken.

Eine interessante, aber alte Idee

Das Konzept von Rinspeed folgt genau der selben Idee: Der modulare Aufbau erlaubt es, verschiedene Passagierkabinen mit dem Unterbau zu verbinden und diese auch beliebig zu wechseln. Damit wäre es theoretisch denkbar, das ein Halter verschiedene Kabinen für verschiedene Einsatzzwecke besitzt und sie variabel wechseln kann. Selbstverständlich fährt auch das „Snap“-Konzept mit elektrischer Energie und autonom. Theoretisch wäre auch ein System denkbar, bei dem Kunden lediglich die Kabinen kaufen und den Unterbau über eine Art Carsharing-System mieten.


Das Rinspeed-Konzept ist zwar interessant, beruht aber im Endeffekt auf einer 15 Jahre alten Idee. Ob es je in der Praxis zum Einsatz kommen wird, darf bezweifelt werden, da die verschiedenen Kabinen nicht nur viel Platz benötigen würden, sondern wahrscheinlich auch mit hohen Kosten verbunden wären.

via Rinspeed

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