Rucksäcke sind ein praktisches Transportmittel. Leider sind sie aber auch sehr anfällig für Diebe. Gerade in dichtem Gedränge haben Langfinger bisher leichtes Spiel. Relativ einfach können sie die Reißverschlüsse des Rucksacks öffnen und anschließend in der Menge untertauchen. Natürlich gibt es einige Vorsichtsmaßnahmen, um schwerwiegende Verluste zu vermeiden. So sollten Wertgegenstände niemals ganz oben im Rucksack transportiert werden. Der RiutBag hat dieses Problem aber nun auf neue Art und Weise gelöst. Er hat sämtliche Reißverschlüsse auf die Innenseite des Rucksacks verlegt. Langfinger werden so schnell verzweifeln und sich leichteren Zielen zuwenden.


RiutBag
RiutBag Prototyp

1000 Pendler äußerten Wünsche und Ideen

Entwickelt wurde der Rucksack von dem Projekt „Riut“. Dieses Akronym steht für „Revolution in userthinking“. Am Anfang des Entwicklungsprozesses stand daher eine Befragung von mehr als 1000 Pendlern. Diese sollten berichten, welche Art von Rucksäcken sie bevorzugen, welche Probleme bei ihnen regelmäßig auftreten und worauf sie beim Kauf eines Rucksacks achten. Solche Kundenbefragungen sind in ihrer Wirksamkeit umstritten. Henry Ford beispielsweise wurden die Worte in den Mund gelegt: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.“ Dennoch ergaben sich im Falle des RiutBag wertvolle Hinweise.

Manche Erkenntnisse waren natürlich auch relativ banal. So legten die Kunden viel Wert auf einen hohen Tragekomfort und die Langlebigkeit der Materialien. Dies ist grundsätzlich wenig überraschend. Andere Ergebnisse der Befragungen waren aber durchaus interessant. So gaben viele Pendler an, dass die Größe der Rucksäcke oftmals nicht auf die Handgepäck-Bestimmungen der Fluglinien abgestimmt ist. Entweder die Rucksäcke sind kleiner als notwendig und bieten somit nicht ausreichend Platz oder sie sind zu groß und können daher nicht mit ins Flugzeug genommen werden. Der RiutBag bietet daher mehr Platz als der durchschnittliche Rucksack, ist aber so designed, dass er bei allen Airlines als Handgepäck durchgeht.


RiutBag
RiutBag wasserfest und bietet Platz für zwei Trinkflaschen an den Seiten

Entwicklung einer Feedback-App ist geplant

Auch die Angst vieler Rucksackträger vor Langfingern und Dieben kam in den Befragungen immer wieder vor. Daraus entstand schließlich der Ansatz die Reißverschlüsse zwischen Rücken und Rucksack zu verstecken. Der Tragekomfort wird dadurch übrigens nicht beeinträchtigt. Der Rucksack ist so entworfen, dass die Reißverschlüsse nicht auf den Rücken drücken. Das Thema der Responsivität auf Kundenwünsche soll zudem auch in Zukunft wichtiger Teil der Philosophie bleiben. So soll eine Feedback-App entwickelt werden, mit deren Hilfe Käufer des RiutBag unkompliziert und zielgerichtet Rückmeldungen abgeben können.

Finanziert werden soll die Produktion der ersten Serie an RiutBags über eine Crowdfunding-Aktion bei Kickstarter. Für 45 Pfund kann man dort Vorbestellungen aufgeben, die dann im Mai 2015 geliefert werden sollen. Wer so lange nicht warten möchte, kann auch 55 Pfund zahlen und erhält seinen Rucksack dann bereits im April 2015. Insgesamt sollen so knapp 30.000 Pfund eingesammelt werden.

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