Das Duell Mensch gegen Maschine fand bereits in verschiedenen Varianten statt. Zuletzt machte dabei vor allem Googles Algorithmus AlphaGo international Schlagzeilen. Dieser besiegte den Weltmeister im asiatischen Brettspiel Go deutlich – etwas was viele Experten zuvor für unmöglich hielten. Beim deutschen Nationalsport Fußball sieht die Sache allerdings noch ganz anders aus: Aktuell sind die Roboter dort den menschlichen Spielern noch deutlich unterlegen. Für immer soll das aber nicht so bleiben. Denn die weltweite Entwicklergemeinde hat sich hohe Ziele gesteckt: Schon im Jahr 2050 sollen die Roboter als Sieger aus einem Spiel gegen den amtierenden Menschenweltmeister hervorgehen. Dieses Ziel formulierte unter anderem die Universität Bonn gegenüber der Zeitung „Express“.


© Foto: AIS/Uni Bonn
© Foto: AIS/Uni Bonn

Bei den Robotern ist die Uni Bonn bereits weltweit führend

Die Zielsetzung kommt dabei nicht von irgendwem. Denn ein Team der Universität Bonn gewann bei der Weltmeisterschaft in Leipzig anfang diesen Monats den Titel. Mehr noch: In der Humanoid-TeenSize-Klasse der menschenähnlichen Roboter dominierten das Team aus der ehemaligen Bundeshauptstadt sogar den Rest der Welt. So lag das Torverhältnis am Ende bei 29:0 – und das Finale gegen ein Team aus Taiwan endete mit 9:0. Anders als bei Brettspielen wie Schach und Go müssen die Roboter dabei nicht nur einen eng begrenzten Teilbereich perfektionieren, sondern viele verschiedene und komplexe Handlungen erlernen und zum richtigen Zeitpunkt anwenden. Oder anders ausgedrückt: Sie benötigen so etwas wie einen Ersatz für das menschliche Gehirn.

Kaputte Teile werden mit Hilfe eines 3D-Druckers nachproduziert

Noch ist die Natur dabei aber deutlich weiter als die menschliche Forschung. So ist es bisher noch nicht gelungen, die neuronale Tätigkeit des Gehirns einer Maus zu simulieren – und das menschliche Hirn ist dann noch einmal deutlich komplexer. Die Forscher sind aber zuversichtlich auf diesem Gebiet zukünftig erhebliche Fortschritte zu machen. In anderen Bereichen ist dies bereits gelungen. So verletzen sich auch die humanoiden Roboter zumeist an den Gelenken. Anders als bei menschlichen Fußballern droht dann allerdings kein längerer Ausfall: Die kaputten Teile werden einfach durch neue Teile aus dem 3D-Drucker ersetzt.


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1 Kommentar

  1. Michael Stötzel

    20. Juli 2016 at 12:24

    Ich bezweifle sehr stark, dass es überhaupt einmal ein solches ernsthaftes Spiel geben wird. Fussball ist deutlich mehr, als reine Berechnung. Sollen die Roboter auch menschlich aussehen, sehe ich es noch viel kritischer.
    Zweikampf, Beweglichkeit, Reaktion, Intuition ist denke ich sehr schwer umzusetzen.

    Aber lassen wir uns überraschen…

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