WG-Castings sind immer eine schwierige Angelegenheit. In aller Regel sind sie deutlich zu kurz, um sich ein richtiges Bild von seinem Gegenüber zu machen. Die Auswahl des Mitbewohners oder der Mitbewohnerin gleicht daher oftmals eher einem Glücksspiel. Der Markt an Wohngemeinschaften allerdings wird immer größer. Insbesondere in Städten wie San Francisco, deren Einwohnerzahl jährlich ansteigt – ohne dass der Wohnungsmarkt entsprechend mitwachsen könnte. Findige Unternehmensgründer aus der kalifornischen Metropole haben sich daher etwas einfallen lassen: Eine Onlinebörse für Mitbewohner. Interessenten müssen dort einen Fragebogen ausfüllen und sollen dann per Algorithmus mit passenden Partnern zusammengeführt werden.


Via: Techcrunch Copyright: Room.me
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Inspiriert von Dating-Apps wie Tinder

Dies klingt auf den ersten Blick wie das Prinzip einer Dating-Webseite. Tatsächlich haben sich die Gründer durch den Erfolg von Plattformen wie Tinder inspirieren lassen. Die Überlegung der Room.me Gründer scheint dabei gewesen zu sein: Wenn Algorithmen schon in der Lage sind, den richtigen Partner fürs Leben zu finden, dann sollten sie doch erst Recht in der Lage sein, einen geeigneten Mitbewohner auszusuchen. Die gestellten Fragen wurden dabei allerdings logischerweise angepasst. So wird jetzt beispielsweise abgefragt, ob man eher nachtaktiv ist oder zu den Frühaufstehern gehört und welchen Typen man selbst als Mitbewohner bevorzugen würde.

Algorithmus soll das wahre Wesen erkennen

Der Algorithmus soll zudem berücksichtigen, dass Leute sich selbst zumeist eher zu positiv einschätzen. So dürften wohl die wenigsten potentiellen Mitbewohner angeben, dass sie es mit der Sauberkeit nicht so genau nehmen. Durch geschickte und indirekte Fragen, soll der schlaue Algorithmus aber in der Lage sein, zu unterscheiden, inwieweit jemand wirklich Wert auf Ordnung und Sauberkeit legt. Zunächst ist Room.me allerdings nur in San Francisco verfügbar, schon bald sollen aber auch andere große US-Städte ins Visier genommen werden. Zu den Investoren des Startups gehört dabei unter anderem auch der deutsche Axel-Springer-Verlag.


Via: Techcrunch

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