Im Sommer letzten Jahres kam es erstmals in der Historie von Tesla zu einem tödlichen Unfall mit eingeschaltetem Autopiloten. Schuld daran waren schlechte Sichtverhältnisse: Die Technik hielt die Seitenplane eines Lasters für ein Verkehrsschild. Der Name Autopilot ist allerdings auch etwas irreführend. Tatsächlich müssen die Fahrer von Tesla-Fahrzeugen auch weiterhin die Fahrbahn im Blick und die Hände am Steuer lassen, um im Notfall eingreifen zu können. Es handelt sich faktisch also um ein Fahrassistenzsystem. Dennoch rief der tödliche Unfall die staatliche „National Highway Traffic Safety Administration“ auf den Plan. Diese untersuchte, welche Auswirkungen der Tesla Autopilot auf die Unfallzahlen hat.


Tesla Model X
Tesla Model X: Das Vorzeige-Elektroauto verfügt bereits heute über einen „Autopiloten“

Zukünftig soll der Rabatt für alle Autos mit ähnlichen Funktionen gewährt werden

Das Ergebnis war für den Elektroautohersteller extrem erfreulich. Den offiziellen Statistiken zufolge sank die Unfallrate der Teslas um stolze vierzig Prozent, nachdem die automatische Lenkfunktion Autosteer eingeführt wurde. Diese Zahlen haben nun auch eine erste Versicherung überzeugt. Das Unternehmen Root gewährt seinen Kunden einen Rabatt, wenn sie einen Tesla fahren und die Autosteer-Funktion regelmäßig aktivieren. Zunächst ist dieses Angebot nur im US-Bundesstaat Ohio erhältlich. Zukünftig soll die Offerte der Versicherung aber auf alle Bundesstaaten und zusätzlich auf Modelle anderer Hersteller mit ähnlichen Assistenzsystemen ausgeweitet werden. „Selbstfahrende Autos machen unsere Straßen sicherer und das bedeutet, dass für alle weniger Gefahren und Kosten entstehen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Startups Root.

Eine App analysiert die Nutzung der Autosteer-Funktion

Allerdings ist das Angebot mit einigen Einschränkungen verbunden. So müssen Kunden zunächst eine Zeitlang ihr Fahrverhalten analysieren lassen. Dies geschieht mit Hilfe der Root-App. Diese soll in der Lage sein, zu erfassen, wie viele Kilometer auf dem Highway mit aktivierter Assistenzfunktion absolviert werden. Wie dies allerdings technisch umgesetzt wird, wollte Root bisher nicht beantworten. Sicher ist jedenfalls, dass die mithilfe der App gewonnenen Datenpunkte von einer künstlichen Intelligenz analysiert und ausgewertet werden. Auf diese Weise kann dann das individuelle Risiko des Fahrers bewertet werden – woraus dann die reduzierte Versicherungsprämie berechnet wird.


Via: PR Web

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1 Kommentar

  1. Sepp

    16. März 2017 at 11:59

    Sehr schön!

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