Wegen einer Sicherheitsüberprüfung vor ihrem Rückflug musste die italienische ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti ihre Mission auf der ISS verlängern. In Zuge dessen stellte sie einen neuen Rekord für den Langzeitaufenthalt einer Frau im Weltall auf.


Samantha Cristoforetti
Bild: ESA/NASA

Ungeplanter Rekord

Mehr als sechs Monate hat Cristoforetti auf der Internationalen Raumstation ISS verbracht. An diesem Samstag um 16:21 Uhr MESZ setzte die Astronautin eine neue Rekordmarke für die Einsatzzeit einer Frau im Weltall. 194 Tage und 18 Stunden hielt sich die Absolventin der Universität München auf der ISS auf. Das ist mehr Zeit als jede Frau vor ihr im Weltall verbracht hat.

Der Rekord entstand durch Zufall. Eigentlich sollte Samantha Cristoforetti bereits Ende Mai ihre Mission beenden und zur Erde zurückkehren. Der Heimflug wurde aber wegen des Absturzes einer russischen Rakete auf Mitte Juni verschoben. Bisher wurde der Rekord von der US-Astronautin Sunita gehalten.


Eine solche Verlängerung der Mission bringt gemischte Gefühle mit sich: Man sehnt sich nach seiner Familie, seinen Freunden, die man sechs Monate zuvor auf der Erde gelassen hat”, erklärt Frank De Winne von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA . Cristoforetti freue sich aber, ihre einzigartige Erfahrung noch erweitern zu können.

Die Kampfpilotin Cristoforetti wurde in Mailand geboren und war am 23. November 2014 vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus zur ISS gestartet. Mit ihr sind momentan drei Russen und zwei US-Amerikaner auf der ISS stationiert.

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